Dienstag, 22. Oktober 2019 23:25 Uhr

Filmkritik „Die Addams Family“: Schräg, schwarz und staubig!

© 2019 Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc. All Rights Reserved.

Die berühmte Gruselfamilie Addams kehrt zurück. Diesmal allerdings als animiertes Kinoabenteuer.

So seltsam die Addams Family auch sein mag: ein Zuhause braucht jeder. Egal, wo die Familie schon versucht hat sich niederzulassen – immer werden sie von anderen rabiat verjagt. Gerne gehen ihre Mitmenschen auf sie mit Mistgabeln und Fackeln auf sie los. Die Addams Family ist immer auf der Flucht – bis, ja, ein Zufall die schrecklich schräge Familie zu ihrer Traumimmobilie führt. Eine ehemalige, vor sich hin rottende Anstalt für psychisch Kranke hat es sofort allen angetan und schwupp sind sie eingezogen.

Filmkritik "Die Addams Family": Schräg, schwarz und staubig!

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Wer gehört zur Addams Family?

Also: Da wären der Vater Gomez (Originalstimme Oscar Isaac, 40, „Drive“, „Inside Llewyn Dawis“, „Star Wars 8“), ein Romantiker durch und durch, seine Frau Morticia – gesprochen von Charlize Theron (44, „Tully“, „Mad Max – Fury Road), die über einen sehr speziellen Sexappeal verfügt und die beiden Kinder. Wednesday (Stimme Chloe Grace Moretz) und Pugsley (Finn Wolfhard) sind beide Satansbraten, wenn auch jeder auf seine Art. Wednesday kommt fast ohne jede Mimik durchs Leben, ihre Stimmung ist immer grottendüster und clever ist das Mädchen sowieso. Sie durchschaut einfach alles, erst recht die blöden Scherze und Attacken ihres Bruders.

Filmkritik "Die Addams Family": Schräg, schwarz und staubig!

Charlize Theron bei der Arbeit. Foto: Metro Goldwyn Mayer Pictures

Pugsley hat sowieso gerade andere Sorgen. Er soll die Mazurka lernen – ein Säbeltanz, der ziemlich kompliziert auf dem Papier aussieht. Es geht nicht nur um Tanzschritte in der Choreografie, sondern die Darbietung ist so was wie die Aufnahme in die Erwachsenenwelt. Und da wären wir schon beim nächsten Problem für Pugsley. Er muss die Mazurka vor der versammelten Verwandtschaft picco bello darbieten. Für einen Jungen, der am liebsten immer alles komplett zerstört ist das der Super-Gau.

So viel Wut und Tobsucht und Zerstörungswut wie in diesem einzigen Jungen lodert – das kann ja nicht gut gehen.

Zur Familie gehören weiterhin „Das eiskalte Händchen“, der gruseligste Hausangestellte aller Zeiten, Onkel Fester und und und… Alle schrägen Lieblinge aus der Welt der Addams Family sind in dem animierten Filmspaß wieder mit von der Party – nur die große Gegenspielerin, die ist neu!

Eine Kleinstadt ist das wahre Grauen

Jede Burg hat einen Nachbarn. Am Fuße der gruftigen Addams Villa liegt eine extrem quietschbunte Stadt mit Einwohnern, die ebenfalls nicht ganz dicht sind. Manipuliert und gleichgeschaltet werden fast alle von Margeaux Needler (Oscarpreisträgerin Allison Janney, „Mom“, „I, Tonya“), die ihre Kohle mit Make-overs von Häusern verdient.

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Alle von ihr aufgerüschten Häuser sehen hinterher komplett identisch aus. Die Frau ist nicht nur komplett durchgeknallt, sondern auch böse, wie es nur eine Trickfigur sein kann. Nur mit der gesamten Addams Family, mit der legt man sich besser nicht an. Aber das weiss die Superschlaue aus der falschen Vorstadtidylle ja noch nicht. Herrlich, wie dann die Fetzen fliegen!

Fazit: Die Gruselfamilie kehrt als animiertes Kinoabenteuer zurück. Passend zu Halloween kommt „Addams Family“ als herrlich morbider Filmspaß für die gesamte Familie ins Kino. Die Freigabe ist ab 6 – und das ist völlig ok. (Kinotante Katrin).

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