Mittwoch, 31. Juli 2019 23:41 Uhr

Filmkritik „Fast & Furious – Hobbs & Shaw“: Witze mit der Brechstange

Foto: Universal Pictures

Das Spin-Off „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ mit Dwayne Johnson und Jason Statham kommt am 1. August in die Kinos. Unsere Kinotante Katrin hat es schon gesehen und klärt hier kurz auf, ob sich der Kinobesuch wirklich lohnt.

Fast & Furious - Hobbs & Shaw

Foto: Universal Pictures

Luke Hobbs (Dwayne Johnson, 47, „Die Zahnfee“) arbeitet beim Secret Service. Er ist ein alleinerziehender Vater, der ohne das Netz von Verwandten sein kleines Mädchen großzieht (und sie ihn). Das ist vertrautes Rollen-Terrain für den Ex-Wrestler „The Rock“, der sich ebenso erfolgreich im Schauspiel- und Produzentenbusiness etabliert hat.

Ein netter Vater – wenn er nicht gerade arbeitet.

Als Hobbs den Auftrag bekommt, einen Virus, der die „Schwachen“ der Menschheit ausrotten soll, unter Kontrolle zu bringen, bevor der freigesetzt werden kann, geht er davon aus, allein zu arbeiten.

Mister Super-Ego muss aber leider leider mit dem schnöseligen Engländer und Ex-Soldaten Deckard Shaw (Jason Statham, 52, „Bank Job“, „13“) zusammenarbeiten – auch Shaw ist gelinde gesagt, eher angepisst von der Nachricht, dass das Riesenbaby aus Samoa mitmischen soll.

Fast & Furious - Hobbs & Shaw

Foto: Universal Pictures

Und so geht es 2 Stunden und 20 Min. lang. Zwei erwachsene Männer lassen das Stinktier in sich heraus. „Hobbs & Shaw“ heißt das Franchise als Ergänzung im Titel.

Wenn man pingelig sein möchte – und das möchten wir – müsste es heißen: „Hobbs gegen Shaw“, denn die beiden pinkeln sich gegen die Beine, wo es halt passt. Meistens passt es aber nicht, macht aber nichts.

Fast & Furious - Hobbs & Shaw

Foto: Universal Pictures

Terrorist als Hybrid aus Mensch und Kybernetik

Der Terrorist Brixton (Idris Elba, 46, „Bastille Day“, „Star Trek Beyond“) ist der große Gegenspieler der beiden Kindsköpfe. Durch das technische Aufgemotze in seinem Körper ist er fast unverwundbar. aber eben nur fast. Ehe das Krawall-Duo die zündense Idee hat, wie man dem „Übermenschen“ Brixton beizukommen ist, vergehen über 2 Stunden mit Krach, Bumm und Geschepper um die MI6-Agentin Hattie Shaw (bestrickend schön: Vanessa Kirby, 32, „Mission Impossible Fallout“, „Ein ganzes halbes Jahr“), die passenderweise auch noch Shaws Schwester ist.

Fast & Furious - Hobbs & Shaw

Foto: Universal Pictures

Die Familienverhältnisse spielen bei beiden eine Rolle und Schnurren aus der Rubrik „Blut ist dicker als Wasser“ werden in aller Ausführlichkeit erzählt.

Zwei Stars aus dem Hollywood-Fun-Team machen mit

Der Film hat zwei Geheimwaffen: die erste ist die kleine, sehr feine Rolle von Ryan Reynolds als CIA-Agent, der Hobbs (Dwanye Johnson) aus einem vergangenen Auftrag kennt und dauernd darauf anspielt, ohne konkret zu werden. Reynolds könnte man stundenlang zusehen, wie er aus einem bisschen Text eine herrlich komische Situation macht.

Fast & Furious - Hobbs & Shaw

Foto: Universal Pictures

Die 2. Geheimwaffe ist, dass Helen Mirren als Shaws Mutter, die im Knast sitzt, tatsächlich mitgemacht hat. Ja, sie ist es wirklich. In „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ gibt es keine Überraschungen, auch das Ende wird autobahnbreit und sehr laut bebildert.

Fazit: Wer Filme wie „Sie nannten ihn Mücke“ mit Bud Spencer und Terence Hill mochte, der sollte sich einen Film von dem Klopp-Duo ausleihen und wer sich doch nicht abhalten lässt, der geht geht in „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ und freut sich über 2 lange Stunden am Krawall mit Machoattitüden von zwei Typen, die sich anstänkern. (Kinotante Katrin)

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