Donnerstag, 9. Mai 2019 23:23 Uhr

Filmkritik „Glam Girls“: Anne Hathaway & Rebel Wilson herrlich albern!

Foto: Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc. All Rights Reserved.

Herrlich albern und hart im Nehmen: Anne Hathaway und Rebel Wilson sind die „Glam Girls“ und seit heute in den deutschen Kinos zu sehen. Das ungleiche Damen-Duo beweist bis über die Schmerzgrenze hinaus ihr gutes Timing fürs Komische!

Foto: Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc. All Rights Reserved.

Um es gleich vorweg zu sagen: „Glam Girls“ ist ein Remake von „Zwei hinreißend verdorbene Schurken“ (1989) mit Steve Martin und Michael Caine. Aber was für ein Remake! Einfach nur zwei Frauen anstelle ihrer männlichen Kollegen zu stellen – das wäre sicher nicht 1:1 ausgegangen und das ist auch gut so. Die Mädels sind jede schon eine Klasse für sich und zusammen so anders, dass umwerfend komisch dabei herauskommen ist.

Das Pummelchen und die Ätherische

Das Pummelchen heißt Penny (Rebel Wilson, 39, „Brautalarm“) und die Gazelle ist Josephine (Anne Hathaway, 36, „Der Teufel trägt Prada“, „Brokeback Mountain“). Beide arbeiten als Trickbetrügerinnen, wobei Penny eher der Unterschichten-Kriminalität, dem Grabbeltisch, zuzuordnen ist. Josephine dagegen hat sich in Südfrankreich ein schönes Leben erschwindelt und ihren „Wirkungsbereich“ auf Touristen in den Luxushotels an der Küste eingegrenzt.

Josephine muss nicht weit zur „Arbeit“ fahren, sie arbeitet geschmiert mit Brigitte (Ingrid Oliver, 42, „Watson & Oliver“, „Dr Who“) und dem Diener Albert (Nicholas Woodeson, 69, „Mr Turner“, „Skyfall“) zusammen. Brigitte und Albert sind quasi universell einsetzbar, mal als Polizistin oder als Butler. Ein eingespieltes Trio, das sich blind vertraut.

Kommt ein Elefant in den Porzellanladen

Bis der Elefant in Josephins Porzellanladen kracht. Das Trampel namens Penny ist noch gar nicht ganz in Frankreich gelandet, da passt sie schon ihre Beutezug-Masche den französischen Besonderheiten an. Aber soviel muss Penny gar nicht ändern, denn die Stereotypen-Männer sind für diese Komödie weltweit aus demselben Holz geschnitzt.

Foto: Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc. All Rights Reserved.

Die Masche, die Penny abzieht, ist so lächerlich dämlich und funktioniert Fifty-Fifty. Entweder werfen ihr die Opfer das Geld hinterher oder Penny muss fliehen. Da längere Strecken nicht ihre Topdisziplin ist, greift sie auch beim Abhängen der Verfolger in die Trickkiste. Herrlich!

Die eingebildete Zicke

Josephine (Anne Hathaway) ist über alles erhaben, sie kann alles und nichts berührt sie noch. Aber als die prollige Penny in ihrem Jagdrevier auftaucht und ihr jeden Raubzug versaut, lässt die versnobte Bohnenstange sich dazu herab, das Bauerntrampel Penny zu unterrichten. Der Rohdiamant lässt sich aber nicht schleifen, der Rohdiamant macht zwar alles mit, aber auf Penny-Art. Die Australierin Rebel Wilson ist zum Schreien komisch und was richtig überrascht ist, was Anne Hathaway da treibt. Die beiden Schauspielerinnen sind ein Traumpaar in Sachen Gegensätze ziehen sich an.

Foto: Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc. All Rights Reserved.

Erst gemeinsame Sache, aber dann!

Josephine und Penny machen nach der Top-Ausbildung á la Eliza Doolittle gemeinsame Sache bis sie sich ums Geld streiten und eine Wette abschließen. Wer als erstes den Hotelgast Thomas (Alex Sharp) für sich gewinnen kann, gewinnt. Thomas ist ein kindischer Tollpatsch mit zwei linken Händen, aber einem Programmiergehirn. Sicherheitshalber muss Josephine erst einmal sein Alter klären, bevor es ans Verführen geht. Die Strategien der beiden Betrügerinnen sind voller Tempowechsel, Gehässigkeiten, Slapstick-Einlagen und irgendwann ist die Frage gar nicht mehr, wer den Computer-Nerd herum kriegt!

Fazit: „Glam Girls“ sind herrlich albern, kurzweilig und erfrischend! Rebel Wilson (Hier geht’s zu unserem Exklusiv-Interview) und Anne Hathaway geben dem Affen richtig Zucker und wem das nicht reicht, der kann sich am Meer und den tollen Kostümen satt sehen! (Kinotante Katrin)

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