Mittwoch, 10. April 2019 23:20 Uhr

Filmkritik „Hellboy – Call Of Darkness“: Gar nicht so schlecht!

Wenn Papi die Hornfeile ansetzt: „Hellboy – Call Of Darkness“ bekommt sein Peeling ab 11. April in den hiesigen Kinos. Soviel vorweg: Die dritte Adaption des Comic-Klassikers startet mit komplett neuem Cast.

Filmkritik "Hellboy – Call Of Darkness": Gar nicht so schlecht!

Foto: Universum Film

Der neue Hellboy ist David Harbour (43, „Black Mass“) und seine Ausstattung ist wie bei seinem Vorgänger Ron Pearlman vor allem rot, metallisch und höllisch heiß. Charakteristisch sind auch die abgefeilten Hörner, die immer wieder Pflege brauchen. Hellboys Adoptivvater Professor Broom (Ian McShane, 76, „Sexy Beast“, „Die Säulen der Erde“) hilft da gern mal aus. So ein Hornpflege ist auch gut für die Sozialkontakte, denn die beiden verstehen sich ja nicht immer gut.

Der Neue schlecht gelaunt wie immer

Der Halbdämon Hellboy (David Harbour) ist wie immer schlecht drauf; ein Miesepeter, der versucht, seine Depression mit coolen Sprüchen zu übertünchen. Gerade hat er einen seiner besten Kumpel an Vampire verloren, da steht auch schon die nächste Herausforderung an.

Hellboy ist in seinem neuen Abenteuer gleich zweifach besetzt. Als Retter und Zerstörer der Welt. Das weiß der Dickschädel natürlich noch nicht, als er sich auf die Suche nach der Hexe Nimue (Milla Jovovich, 43, „Das Fünfte Element“) macht. Nimue ist die Blood Queen, die von König Artus höchstpersönlich außer Gefecht gesetzt wurde. Sie ist zurück und mit ihr die halbe Unterwelt an mythischen Geschöpfen, die sich ungerecht behandelt fühlen, weil sie gerne bei den Bösen mitmachen.

Filmkritik "Hellboy – Call Of Darkness": Gar nicht so schlecht!

Foto: Universum Film

Der oberste Erfüllungsgehilfe an der Seite der Blood Queen ist das Monster Gruagach. Etwas tumb, etwas, frech nimmt es unterwürfig setzt es seine Aufgabe um, Hellboy für die Königin zu finden. Nimue hat keine Schwierigkeiten, weitere willfährige Spießgesellen zusammenzurufen, die ihren Wunsch umsetzen sollen. Eine illustre Armee der Tageslichtscheuen und Verdammten krabbelt aus der Unterwelt hervor und grölt, dass sogar Felsen wackeln.

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Foto: Universum Film

Die Blood Queen ist furios drauf

Während Hellboy erst einmal die Tragweite des neuen Auftrags zu verstehen lernt, tobt Nimue sich in England aus. Ist irgendwie auch verständlich, wenn man seit König Artus Lebzeiten eingesperrt war, kommt der Bewegungsdrang von ganz allein. Nimues Wut platzt aus allen ihren Nähten.

Tod und Zerstörung der Welt soll es sein – eine Nummer kleiner geht es nicht. Natürlich haut Hellboy mit seiner fetten Eisenfaust dazwischen und findet fast ganz nebenbei neue Freunde. Das neue Trio formiert sich mit Witz und einer Leichtigkeit, die Hellboy eher fremd ist. Da sind Anna (Sasha Lane) und Major Ben Daimio (Daniel Dae Kim) neu an seiner Seite und so rein menschlich, wie die zwei aussehen, sind sie nicht.

Filmkritik "Hellboy – Call Of Darkness": Gar nicht so schlecht!

Foto: Universum Film

Besonders die Figur des Polizisten Ben wurde im Vorfeld stark kritisiert, weil ein weißer Schauspieler einen Asiaten spielen sollte. Zu recht, wie wir finden. Daniel Dae Kim ist goldrichtig besetzt für die Rolle des Gesetzeshüters, der mit seinen eigenen Dämonen zurechtkommen muss.

Hellboy in der Zwickmühle

Sie ist das Alphaweibchen, das die Zerstörung mithilfe des passenden „Instruments“ der Welt einleiten will. Auf Hellboys Hornschädel kommen intellektuell herausfordernde Zeiten zu. Nimue ist wütend, er ist gern wütend – warum also nicht bei ihrer Mission mitmachen?

Fazit: Der Startschuss für das neue Reboot von „Hellboy – Call Of Darkness“ dürfte gehört werden. Sehr viele Krachs und Boings und Gggrsss über zwei Stunden Filmdauer! (Kinotante Katrin)

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Foto: Universum Film

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