Mittwoch, 17. Oktober 2018 22:59 Uhr

Filmkritik „Johnny English – Man lebt nur dreimal“: Klamauk vom Feinsten!

Die britische Ulknudel-Legende Rowan Atkinson ist wieder im Einsatz fürs Empire: „Johnny English – Man lebt nur dreimal“ greift ab 18. Oktober 2018 in den Kinos an!

Filmkritik "Johnny English - Man lebt nur dreimal": Klamauk vom Feinsten!

Foto: Focus Features/Universal Pictures

Johnny English (Rowan Atkinson, 63, „Mr Bean“, „Black Adder“) ist als Agent längst aussortiert; seine Tage als Geheimagent sind ewig her. Wobei sein seltenes Talent, andere Menschen für besondere Aufgaben vorbereiten zu wollen, ganz gut zu seinem aktuellen Job passt.

Mister English arbeitet als Lehrer und naja, was wohl unterrichtet er in einer spinnerten britischen Schule ganz altmodisch: Tarnen, Anschleichen, Überraschungsangriff usw. Die Kinder lieben es!

Aber die Pflicht ruft. Für Queen und vor allem die Premierministerin (herrlich überspannt Emma Thompson, 59, zurzeit genial auch in „Kindeswohl“ zu erleben) wird Johnny English reaktiviert, weil er so oldschool ist, dass die digital-vernetzte Welt ihn einfach auf keinem Schirm hat.

Statt Smartphone und Google Maps geht English den Auftrag mit der ihm eigenen Cleverness an. Womit wir beim Komiker Rowan Atkinson wären. Mit dem Glück des dämlichsten Trottels und seinem umsichtigen Kollegen Bough (Ben Miller) ist das Duo Infernale dem Mastermind Jason (Jake Lacy, 33, „Die Erfindung der Wahrheit“) auf der Spur.

Filmkritik "Johnny English - Man lebt nur dreimal": Klamauk vom Feinsten!

Foto: Focus Features/Universal Pictures

Tolpatsch-Geheimagent ist nicht zu bremsen

Jason ist ein Hacker, der dauernd Angriffe gegen Großbritannien startet. Erst outet er alle Geheimagenten – außer Johnny English, der noch nicht mal weiß, was ein Computer ist, dann legt er das Londoner Ampelsystem lahm und so geht das weiter. Natürlich preist der Nerd sich selbst als die Lösung zu den vorher verursachten Problemen an. Und keiner erkennt natürlich den Wolf im Schafpelz. Aber darum geht es in „Johnny English – Man lebt nur dreimal“ ja auch gar nicht. Im Zentrum steht der Geheimagent, der sich von einer Situation in die nächste manövriert und das möglichst komisch. Rowan Atkinson ist dafür natürlich goldrichtig, der Komiker ist nicht zu bremsen.

Filmkritik "Johnny English - Man lebt nur dreimal": Klamauk vom Feinsten!

Foto: Focus Features/Universal Pictures

Wie immer sind alle Zutaten einen echten Spionagefilm dabei: skurrile Waffen, eine mysteriöse Schönheit namens Ophelia (Olga Kurylenko, 38, „The Man Who Killed Don Quixote“), die sich als – hoppala – Spionin entpuppt und mit English von einer peinlichen Pleite in die nächste schlittert.

Englishs hoffnungslos veraltete Methoden in Kombination mit seiner charmant-verklemmten, „Möchte-gern-stylish-sein-Attitüde“ ist umwerfend komisch. Ein Highlight ist, als Johnny English versehentlich eine Pille einwirft, die ihn eigentlich in den Schlaf helfen soll, das Gegenteil eintritt und er einen Muntermacher-Frische-Kick verpasst kriegt, dass er wie ein Duracell-Hase loslegt.

Filmkritik "Johnny English - Man lebt nur dreimal": Klamauk vom Feinsten!

Foto: Focus Features/Universal Pictures

Fazit: Klamauk vom Feinsten! Das Spionage-Komikerduo Rowan Atkinson und Ben Miller funktioniert einfach wunderbar. Die beiden als letzte Hoffnung des britischen Empire beim Erledigen des Supernerds zuzusehen, ist kurzweilig und macht durchgängig Spaß. Zum Schlapplachen! (Kinotante Katrin)

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