Mittwoch, 14. November 2018 23:54 Uhr

Filmkritik „Night School“ mit Kevin Hart: Puuuh….

Was in den USA die sogenannte „Night School“ ist, nennt sich hierzulande Volkshochschule und ist Kern einer neuen, angeblichen Komödie, die am 15. November in den Kinos startet. Hier kann jeder an seiner Bildung arbeiten, u.a. auch einen Schulabschluss nachholen. In dieser Misere steckt Teddy Walker (Kevin Hart), der darunter leidet, dass er keinen High School Abschluss hat.

Filmkritik "Night School" mit Kevin Hart: Puuuh....

Foto: Universal Pictures

Teddy hat einen Job in einem Ausstattungsladen für Freunde des Grillens, eine Freundin, von der man nie erfährt, was sie an Teddy findet und ein paar Randfiguren, die unter dem Dach ´Freunde´ verbucht werden könne. Teddy ist ein Typ, der ohne Punkt und Komma quatscht, deshalb wahrscheinlich auch der Grill-Verkäuferjob. Als der Grill-Laden in Rauch aufgeht, hat Teddy ein Job-Problem, denn Jobs ohne Abschluss sind rar und meistens unterbezahlt.

Ganz schön schwierig so ein Spagat zwischen Wirklichkeit und Traum.

Teddy ist winzig klein

Dazu kommt noch, dass Teddy ein sehr kleiner Mann ist, so zwischen Peter Maffay und Tom Cruise – also kurz über der Tischplatte – und natürlich erfüllt er alle Klischees, die dem Napoleon-Syndrom nachgesagt werden – allen voran Geltungssucht und Größenwahn. Die Sache mit den kleinen Männern ist in „Night School“die: Teddy ist ein Großmaul, er möchte und muss immer zwanghaft einen auf dicke Hose machen und das wird mit der Zeit einfach zu teuer. Als Teddy in einen Restaurant in größerer Runde isst, reißt er sich gerade zu darum, die Rechnung zu stemmen. Auf Teddy-Art natürlich: Drei, zwei, eins ist ein Büschel Schamhaare ausgerupft, auf dem Kuchen verteilt und dann wird ein Affenzirkus veranstaltet, bei dem an Ende der Kellner, Luis (Al Madrigal) seinen Job verliert und Teddy mit der Schamhaarnummer durchkommt.

Filmkritik "Night School" mit Kevin Hart: Puuuh....

Foto: Universal Pictures

Die Klasse der Looser

Aber man trifft sich immer zweimal im Leben, denn der Kellner taucht auf der Nachbarschulbank in der Abendschule wieder auf. Mit von der Partie im Klassenzimmer sind: Die Lehrerin Carrie (Tiffany Haddish), die ordentlich Haare auf den Zähnen hat und eine Lerngruppe, die so unmotiviert an den Unterricht herangeht, dass flugs der bequemere Weg gewählt wird: den Test zu klauen.

Mackenzie (Taran Killam) war der Klassenbeste und mit Abstand der unbeliebteste Schüler. Leider ist er jetzt der Schuldirektor und macht es den Nachzüglern aus der Night School schwer. Und das soll komisch sein. Aber Teddy hat ja beschlossen Börsenmakler zu werden und für den Abschluss zu bescheißen. Die beiden konnten sich nie leiden und gehen immer wieder aufeinander los. Hahaha. Zum Brüllen – öde.

Filmkritik "Night School" mit Kevin Hart: Puuuh....

Foto: Universal Pictures

Von wegen Komödie!

Das Cleverle von Lehrerin entzaubert sofort alle gefakten Ergebnisse und eröffnet Teddy, dass er lernbehindert ist. die Konzentrationsübungen für ihn finden fortan in einem Martial-Arts-Käfig statt. Alle Legastheniker aufgepasst: die Amis wissen, wie es geht, dass diese Schwäche schwuppdiwupp beseitigt ist.

Wer jetzt noch wissen will, wie die Sache ausgeht, dem sei „Night School“ ans Herz gelegt.

Fazit: Puh! Nicht lustig, sondern Schwerstarbeit. „Night School“ will Komödie sein und ist einfach nur bescheuert. Zwei Stunden Leidenszeit. (Kinotante Katrin)

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