05.03.2020 22:08 Uhr

Filmkritik „Onward – Keine halben Sachen“: Sehr witzig und temperamentvoll

© 2019 Disney/Pixar. All Rights Reserved.

Neues aus dem Pixar-Universum: Der Fantasy-Film „Onward – Keine halben Sachen“ feierte am 21. Februar auf der Berlinale seine Welt-Premiere und kommt jetzt ins Kino. Unsere Filmkritikerin hat ihn bereits gesehen.

Ian Lightfoot ist gerade 16 geworden und er findet, dass ist ein guter Zeitpunkt, sich neu zu erfinden. Schluss z. B. mit dem Gestotter, weil er so schüchtern ist. Der schlaksige Ian will Mitschüler zu seiner Geburtstagsparty einladen und probt schon mal, seine Sätze unfallfrei aufzusagen – klappt natürlich nicht. Klappt nicht, weil Ian mit einem Bruder geschlagen ist, der nur peinlich ist. Barley Lightfoot ist ein sehr kräftiger Elf und er gehört auch noch zu der Sorte Brüder, die immer auffallen, weil sie z.B. eine Schrottkarre von Auto besitzen, die echt laut ist, die Heavy-Metall-Mucke noch nicht mit eingerechnet.

Filmkritik "Onward – Keine halben Sachen": Sehr witzig und temperamentvoll

© 2019 Disney/Pixar. All Rights Reserved.

Statt Party gibt es eine Torte von Mutti

Die Elfen Barley und Ian haben ihren Vater verloren. Die patente Mutter Laurel Lightfoot (dt. Stimme Annette Frier) versucht alles, um Ian einen schönen Geburtstag zu bereiten. Nun ist es so, dass die drei in einer Welt leben, die mal durch und durch von Magie durchwirkt war. Nur sind die Bewohner bequem geworden und benutzten, selbst wenn sie ein Zentaur sind, lieber das Auto, statt zu galoppieren. Nur Barley, der ältere Bruder, glaubt daran, dass die Magie nie weg war, sie ist nur vergessen worden.

Barley kennt viele Zaubersprüche, er kann auch das ganze Brimborium dazu – nur zaubern kann er nicht. Als der kleine Bruder zufällig einen Zauberspruch lostritt, sind beide baff. Der Spruch bringt ihren Vater für einen Tag zurück auf die Welt. Aber ehe der Vater ganz visualisiert werden kann, erlischt die Zauberkraft und dann haben die zwei einen halben Vater: Schuhe und Hose. Dann ist Schluss.

Der Zauber muss vervollständigt werden.

Filmkritik "Onward – Keine halben Sachen": Sehr witzig und temperamentvoll

© 2019 Disney/Pixar. All Rights Reserved.

Die Herausforderung

Mit dem halben Vater geht’s auf die Suche. Sie müssen einen Stein finden, mit dem das Sichtbarmachen des Vaters vervollständigt werden kann. Aber wie soll man mit so einem blöden großen Bruder die Herausforderungen meistern? Ian hat so seine Zweifel, aber er macht mit, denn der Bruder kennt den magischen Weg, den sonst keiner mehr sieht. Schnell haben sie Verfolger hinter sich, ein paar sind ihnen gut gesinnt (Mutter und die furiose Manticore) und die anderen sind richtig kleine Nervtöter – es wird sehr rasant.

Filmkritik "Onward – Keine halben Sachen": Sehr witzig und temperamentvoll

© 2019 Disney/Pixar. All Rights Reserved.

Fazit: „Onward – Keine halben Sachen“ ist witzig und temperamentvoll. Zwei Brüder gehen auf Reise, gehen sich gehörig auf den Keks und entdecken dann doch Gemeinsamkeiten. Immer im Schlepptau haben sie eine laufende Hose, die auch mal tanzt, wenn die Bässe ordentlich dröhnen. (Kinotante Katrin)