Mittwoch, 15. Mai 2019 23:37 Uhr

Filmkritik „The Silence“: Science Fiction trifft auf Fantasy-Horror

Mucksmäuschenstill ist es in dem neuen Film „The Silence“: Stanley Tucci und Kiernan Shipka sind die Stars des neuen Thrillers.

Science Fiction trifft Fantasy-Horror.

Foto: Constantin Film Verleih GmbH / Michael Gibson

Worum geht’s? Ein Forscherteam hat eine Höhlenkammer freigehackt… Sie nennen sie ‚Avispa‘, wegen der Art und Weise wie sie ausschwärmen. Und ‚Avispa‘ heißt Wespe auf Spanisch. Seltsame fiese fleischfarbene Mini-Flugsaurier, die aus einer Kreuzung von Fledermäusen und Insekten hervorgegangen sind, gehen auf überirdischen Beutezug. Da sie keine Augen haben, gehen die Viecher auf alles los, was Geräusche macht. Wie praktisch, dass Menschen viel Lärm machen, denn das heißt, dass sie ganz oben auf der Speisekarte stehen. Was für eine Ironie: die Krone der Schöpfung wird zur Beute gemacht – recht schnell und ganz einfach.

Ein ganz normale Familie

Ally Andrews (Kiernan Shipka) ist seit einem Verkehrsunfall taub. Der Teenager redet normal, kann aber nicht mehr hören. Ihre Familie hat sich auf die Gehörlosigkeit eingestellt, indem alle in Gebärdensprache kommunizieren können. Was für ein Vorteil, wenn man bedenkt, was auf die Menschheit zufliegt.

Der Familienvater Hugh Andrews ist Architekt und ein Großteil der Atmosphäre von „The Silence“ ist dem Spiel des großartigen Stanley Tucci (58, „Julie & Julia“, „Tribute von Panem“, „Der Teufel trägt Prada“) zu verdanken. Allys Mutter Kelly (Miranda Otto, „Herr der Ringe“), ihr kleiner Bruder Jude (Kyle Breitkopf) und Großmutter Lynn profitieren sehr schnell von der Gebärdensprache, während um sie herum ein gigantisches Schlachtefest tobt.

Science Fiction trifft Fantasy-Horror.

Foto: Constantin Film Verleih GmbH / Michael Gibson

Der Gegner hat ein feines Gehör

Die mutierten Monster werfen die Menschen zurück in eine Zeit ohne jeden zivilisatorischen Luxus. Jeder Laut ist einer zu viel und ist mit großer Wahrscheinlichkeit tödlich. Selbst ein leises Flüstern kann die Aufmerksamkeit der Biester erregen. Die Familie Andrews beschließt, die Stadt Richtung Norden zu verlassen. Um dieses Abenteuer geht es im Kern in „The Silence“ und das ist richtig spannend geworden! Wann muss umgedacht werden, ist der Unterschlupf okay und warum hat keiner an ein Antibiotikum gedacht? Als bei der Suche nach einer Apotheke auch noch ein seltsamer Priester auftaucht, kommt richtig Angst auf. Aber wohin im Norden – es scheint, dass es keinen Platz zum Untertauchen gibt.

Science Fiction trifft Fantasy-Horror.

Foto: Constantin Film Verleih GmbH / Michael Gibson

„The Silence“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Tim Lebbon (2015).

Fazit: Die Atmosphäre ist gruselig inmitten sehr schöner Natur. Die Schauspieler – allen voran Stanley Tucci – sind hinreißend und überzeugen. „The Silence“ ist eine Netflix-Produktion zusammen mit der deutschen Produktionsfirma Constantin, weshalb der Film in Deutschland in die Kinos kommt. Wer sich schon immer mal gewünscht hat, einen Film mit Serienpotential als Piloten auf großer Leinwand zu sehen, muss „The Silence“ ebendort mitfiebern. Science Fiction trifft Fantasy-Horror. Wie mucksmäuschenstill wird es wohl in Ihrem Kino sein? (Kinotante Katrin)

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