Franz Rogowski mit starkem Film beim Festival Cannes

dpadpa | 08.07.2021, 17:20 Uhr
Franz Rogowski (2020).
Franz Rogowski (2020).

Christoph Soeder/dpa

„Große Freiheit“ heißt der Film, den der Schauspieler Franz Rogowski jetzt in Cannes vorgestellt hat. Es geht um schwule Liebe und den Paragrafen 175 in Deutschland.

Ein Drama über die Unterdrückung von Homosexuellen in Deutschland mit Franz Rogowski in der Hauptrolle hat beim Filmfestival Cannes berührt.

Der Schauspieler Rogowski verkörpert in dem Film „Große Freiheit“ einen schwulen Mann, der im Nachkriegsdeutschland wegen seiner Homosexualität und Paragraph 175 immer wieder ins Gefängnis muss. Das Werk des österreichischen Regisseurs Sebastian Meise feierte am Donnerstag Premiere.

Bis Mitte der 1990er Jahre verboten

Rogowski ist in diesem Jahr einer der wenigen deutschen Filmschaffenden, die mit einem Werk bei den Internationalen Festspielen Cannes sind. „Schwule Liebe war rechtlich bis Mitte der 90er Jahre verboten in Deutschland“, sagte der 35-Jährige („Undine“, „Happy End“) der Deutschen Presse-Agentur. „Die Generation unserer Eltern hatte noch Angst vor Schwulen, weil Deutschland ihnen beigebracht hat, dass Schwulsein kriminell ist.“

Webseite zum Film

Darum geht’s in „Große Freiheit“

Rogowski spielt in „Große Freiheit“ Hans, der zunächst von den Nationalsozialisten und auch die folgenden Jahrzehnte regelmäßig wegen seiner Homosexualität verurteilt wird.

Im Gefängnis trifft er auf Viktor (Georg Friedrich), der ihn anfangs verachtet. Dann aber nähern sich die Männer an und es entsteht eine enge Bindung.

Wann der Film in die Kinos kommt ist bislang unklar.