Donnerstag, 14. November 2019 14:39 Uhr

Gojko Mitic: DDR-Chefindianer kriegt 10.000 Euro und Preis für Lebenswerk

Pierre Brice (li.) mit Gojko Mitic 1964 in "Unter Geiern". Foto: imago images / Mary Evans

Er war der Chefindianer in der DDR: Gojko Mitic. Seine Filme hatten ein Millionenpublikum. Jetzt wird der „Winnetou des Ostens“ geehrt.

Der als „Defa-Chefindianer“ und „Winnetou des Ostens“ bekannte Schauspieler Gojko Mitic erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis der Defa-Stiftung für sein filmkünstlerisches Lebenswerk.

Mitic präge mit den von ihm verkörperten indianischen Figuren das Genre des Defa-„Indianerfilms“, hieß es in einer Mitteilung der Stiftung in Berlin. Dem 79 Jahre alten deutsch-serbischen Schauspieler soll die Auszeichnung am 13. Dezember in Berlin verliehen werden.

Gojko Mitic: DDR-Chefindianer kriegt 10.000 Euro und Preis für Lebenswerk

imago images / tagesspiegel

Eine Ikone des DDR-„Indianerfilms“

Ab Mitte der 60er Jahre zählte Mitic zu den populärsten Stars der DDR. Seine erste Defa-Rolle spielte er 1965 als Tokei-ihto in „Die Söhne der großen Bärin“, mit mehr als neun Millionen Besuchern einer der kommerziell erfolgreichsten Filme der DDR-Kinogeschichte.

Mitic galt über Jahrzehnte als Ost-Gegenstück zum 2015 verstorbenen französischen Schauspieler Pierre Brice. Im Gegensatz zu Brice, der in der Rolle der Karl-May-Figur Winnetou in Westdeutschland berühmt wurde, verkörperte Mitic den fiktiven Apachen-Häuptling allerdings nie in einem Film. (dpa/KT)

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