26.05.2020 09:17 Uhr

Goldie Hawn hat Weinstein angerufen: „Du weißt, dass ich nicht 23 bin?“

imago images / Independent Photo Agency

Goldie Hawn und Harvey Weinstein sind einst aneinandergeraten. Die Schauspielerin sollte in den 90er-Jahren eigentlich in der Musical-Verfilmung „Chicago“ mitspielen. Doch daraus wurde am Ende nichts und die Blondine ist sich sicher, dass daran der Produzent schuld gewesen sei.

Madonna und ich waren fest eingeplant und ich arbeitete mit Harvey Weinstein zusammen, weil er der Produzent war. Ich dachte, alles war großartig, bis ich ein wenig später das Skript erhielt und herausfand, dass die Rolle für eine 23-Jährige war“, erzählte sie in der Show „Watch What Happens Live with Andy Cohen“.

So hat sie reagiert

Die Darstellerin, die damals in ihren 40ern war, hat darauf folgendermaßen reagiert: „Ich hab ihn angerufen und meinte ‚Du weißt, dass ich nicht 23 bin? Wer hat eine Rolle für mich geschrieben, die 23 ist?'“, erinnerte sie sich.

Hawn ist der Meinung, dass sie der Sexualstraftäter einfach nur loswerden wollte, um die Rolle anderweitig zu besetzen. „Wieso sagst du nicht einfach offen, dass du jemand anderen willst?“, schilderte sie weiter.

Anschließend habe Goldie ihrem Kollegen so richtig die Meinung gesagt und warf ihm an den Kopf, dass das Skript „so schlecht war, dass ich es nicht mal mit der Kneifzange anfassen wollen würde“.

Sie ging nicht mit leeren Händen aus

Dass sie ihren Gehaltsscheck trotzdem bekommen hat, kann die „Der Club der Teufelinnen„-Schauspielerin bis heute nicht fassen. Letztendlich erwies sich das Musical-Drama als großer Hit und räumte gleich sechs Oscar-Auszeichnungen ab.

Statt Goldie und Madonna standen am Ende Stars wie Renée Zellweger und Catherine Zeta-Jones vor der Kamera . „Es war ein fantastischer Film, er hat das Richtige gemacht und die richtigen Leute eingestellt“, lobt die 74-Jährige. Sie habe Weinstein im Nachhinein sogar zu dem Erfolg gratuliert. (Bang/KT)