Freitag, 10. August 2018 20:39 Uhr

„Gundermann“: Baggerfahrer, Spitzel & Support von Bob Dylan – Der Trailer!

Der neue Kinofilm ‚Gundermann‚ erzählt von einem Baggerfahrer, der Lieder schreibt. Der ein Poet ist, ein Clown und ein Idealist. Der träumt und hofft und liebt und kämpft. Und ein Spitzel (Deckname Grigori) , der selbst bespitzelt wird.

"Gundermann": Baggerfahrer und Support von Bob Dylan - Der erste Trailer!

Foto: Pandora Film

Ein Weltverbesserer, der es nicht besser weiß. Ein Zerrissener. ‚Gundermann‘ ist Liebes- und Musikfilm, Drama über Schuld und Verstrickung, eine Geschichte vom Verdrängen und Sich-Stellen. ‚Gundermann‘ ist ein Film über Heimat. Er blickt noch einmal neu auf ein verschwundenes Land. Die DDR. Es ist nicht zu spät dafür.

Mit feinem Gespür, Zärtlichkeit und Humor wirft Regisseur Andreas Dresen einen Blick auf das Leben von Gerhard „Gundi“ Gundermann, einem der prägendsten Künstler der Nachwendezeit. Er starb 1998, mit gerade einmal 43 Jahren. Das Drehbuch stammt von Laila Stieler. Die Hauptrolle spielt der großartige Alexander Scheer, der alle Lieder im Film auch selbst eingesungen hat. Anna Unterberger steht als seine Frau Conny Gundermann vor der Kamera und in weiteren Rollen sind unter anderem Axel Prahl, Thorsten Merten, Bjarne Mädel, Milan Peschel, Kathrin Angerer und Peter Sodann zu sehen.

Ostdeutsche Biografie

Gerhard „Gundi“ Gundermann wird 1955 in Weimar geboren. Die Eltern ziehen mit ihm nach Hoyerswerda, ins Zentrum des Lausitzer Kohlereviers zwischen Dresden und Cottbus. Nach dem Abitur beginnt er ein Studium an der Offiziershochschule Löbau. Er wird exmatrikuliert, arbeitet zunächst als Hilfsarbeiter und erwirbt sich dann die Qualifikation zum Maschinist für Tagebaugroßgeräte in der Lausitzer Braunkohle.

"Gundermann": Baggerfahrer und Support von Bob Dylan - Der erste Trailer!

Foto: Pandora Film

Schon in dieser Zeit ist er Texter und Schlagzeuger der Band „Brigade Feuerstein“ – allerdings ohne Mitgesangserlaubnis. 1976 wird er von der Stasi als „Inoffizieller Mitarbeiter“ angeworben.

Nach der Auflösung der „Feuersteine“ folgen ab 1986 erste Soloauftritte und -projekte. Die Arbeit als Baggerfahrer im Braunkohletagbau und sein Alltag liefern Gundi die Ideen für seine Songs und Stücke, die sich oft mit dem Leben der Arbeiter und der „einfachen Menschen“, mit seiner Familie, mit Umweltproblemen und seiner Heimatstadt Hoyerswerda („Hier bin ich geboren“, „Hoywoy“) beschäftigen.

Foto: Pandora Film

In der Wendezeit 1989/90 mischt sichder „singende Baggerfahrer aus der Lausitz“ aktiv in die Ereignisse des politischen Umbruchs ein. 1992 gründet er seine Band mit dem bewusst provokanten Namen „Seilschaft“, mit der er bis 1998 seine Auftritte bestreitet und unter anderem als Support-Act bei Konzerten von Bob Dylan und Joan Baez auftritt.

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