Freitag, 25. Mai 2018 23:34 Uhr

Ian McKellen: Schwule Männer gibt’s nicht in Hollywood

Wie stellen Hollywood-Filme die Gesellschaft dar? Verzerrt, findet der britische Filmstar Ian McKellen. Der 78-jährige Star aus „Der Herr der Ringe“ kritisiert, dass Angehörige bestimmter Gruppen auf der Leinwand nicht ausreichend Raum bekommen.

Ian McKellen: Schwule Männer gibt's nicht in Hollywood

Foto: KIKA/WENN.com

„Nun, niemand schaut nach Hollywood, um einen Kommentar zu gesellschaftlichen Ereignissen zu bekommen, oder?“, fragte er in einem Interview des „Time Out“-Magazins. „Sie haben erst kürzlich entdeckt, dass es Menschen mit dunkler Hautfarbe auf der Welt gibt.“ McKellen, der als einer der ersten in der Filmindustrie offen zu seiner Homosexualität stand, sagte weiter: „Hollywood hat Frauen im Laufe seiner Geschichte auf jede denkbare Weise misshandelt. Schwule Männer gibt es gar nicht.“

Das Klima hat sich gewandelt

Erst vor 20 Jahren habe sich das Klima in der Filmindustrie gewandelt. „Ich denke, erst mit „Gods and Monsters“ gab Hollywood zu, dass es Homosexuelle überhaupt gibt, und das obwohl halb Hollywood schwul ist.“ In dem Film aus dem Jahr 1998 hatte McKellen den offen homosexuellen Regisseur James Whale dargestellt, der mit „Frankenstein“ weltberühmt geworden war. Dafür erhielt der britische Schauspieler eine Oscar-Nominierung. (dpa/KT)

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