Zieht sich von Sprechrolle zurückJames Earl Jones: „Star Wars“-Schurke Darth Vader geht in Rente

James Earl Jones sprach seit "Krieg der Sterne" aus dem Jahr 1977 im englischen Original Bösewicht Darth Vader ein. (lau/spot)
James Earl Jones sprach seit "Krieg der Sterne" aus dem Jahr 1977 im englischen Original Bösewicht Darth Vader ein. (lau/spot)

imago images/United Archives

SpotOn NewsSpotOn News | 26.09.2022, 13:18 Uhr

James Earl Jones lieh seit den 1970er Jahren dem "Star Wars"-Schurken Darth Vader seine Stimme. Mittlerweile hat sich der 91-Jährige aber von seiner Sprechrolle zurückgezogen. Vaders Dialogzeilen werden in neueren "Star Wars"-Projekten stattdessen per Deepfake-Technologie erzeugt.

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat sich der US-Darsteller James Earl Jones (91) von seiner ikonischen Darth-Vader-Rolle im „Star Wars“-Universum zurückgezogen. Der 91-Jährige sprach seit „Krieg der Sterne“ aus dem Jahr 1977 den legendären Bösewicht Darth Vader ein – und ist mit Sätzen wie „Nein… Ich bin dein Vater [Luke]“ in die Kinogeschichte eingegangen. „Vanity Fair“ berichtet, dass Jones zum letzten Mal im Jahr 2019 für den Kinofilm „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ eine Dialogzeile Vaders eingesprochen habe. Seitdem kommt die charakteristische, Gänsehaut erzeugende Stimme aus dem Computer.

James Earl Jones zieht sich von legendärer Sprechrolle zurück

Jones habe demnach im Jahr 2019 seinen Wunsch geäußert, von der Vader-Sprechrolle zurückzutreten. Für die Serie „Obi-Wan Kenobi“ (2022), in dessen Voice-Cast Jones als Vader aufgeführt wird, sprang dann die ukrainische Tech-Firma Respeecher ein. Aus Jones‘ alten Archivaufnahmen wurde mithilfe moderner Technologie Darth Vaders Stimme erzeugt, wozu der Sprecher sein Okay gegeben hatte.

Dieselbe Deepfake-Technologie kam in der weit, weit entfernten Galaxis auch schon für Mark Hamills (71) Stimme in den Serien „The Mandalorian“ (seit 2019) und „Das Buch von Boba Fett“ (2021-2022) zum Einsatz. Denn die charakteristische Stimme eines Darstellers verändert sich mit den Jahren, doch sollte für die hier genannten „Star Wars“-Projekte der alte, den Fans aus den späten 1970er Jahren vertraute Sound wieder erzeugt werden. Bei der eingangs erwähnten Serie „Obi-Wan Kenobi“ habe Darth-Vader-Sprecher Jones dann lediglich noch die Rolle eines „wohlwollenden Patenonkels“ eingenommen und die Bemühungen der ukrainischen Techniker „gelenkt“, wie es bei „Vanity Fair“ heißt.