Jannik Schümann als Kaiser Franz: Was für eine Karriere!

Jannik Schümann als Kaiser Franz: Was für eine Karriere!
Jannik Schümann als Kaiser Franz: Was für eine Karriere!

Foto: TVNOW / Story House Pictures / René Arnold

24.03.2021 23:35 Uhr

Dominique Devenport und Jannik Schümann steigen demnächst in barocke Kostüme und spielen in einer neuen Serie Sisi und Franz. Das Traumpaar der österreichischen Monarchie!

Sich an „Sisi“ heranzuwagen ist schon ziemlich mutig, denn Romy Schneider und Karl-Heinz Böhm sind seit Jahrzehnten schlichtweg das unangefochtene Traumpaar für das österreichische Kaiserpaar. Aber das war in den 50ern und die Sehgewohnheiten haben sich etwas verändert.

Jannik Schümann als Kaiser Franz

Nun also versuchen sich Sunnyboy Jannik Schümann (29, „9 Tage wach“, „Die Mitte der Welt“) und Dominique Devenport (25, „Nachtzug nach Lissabon“) dem Kaiserpaar auf die Spur zu kommen und wir müssen neidlos feststellen: Fesch sehn’s aus!

„Sisi“ – die TVNOW Event-Serie wirft einen neuen Blick auf das Leben einer jungen Frau, die als Kaiserin Geschichte geschrieben hat und als Filmfigur zur Legende wurde. Sie erzählt die Liebesgeschichte von zwei jungen Menschen zwischen persönlichem Verlangen und politischen Zwängen, zwischen Macht und Verletzlichkeit.

Kurzer Ausflug: 1853 war der österreichische Kaiser Franz Joseph 23 Jahre alt als er sich in seine 15-jährige Cousine Elisabeth (Sisi) verliebte. Der Stoff, aus dem die großen Dramen sind!

Jannik Schümann als Kaiser Franz: Was für eine Karriere!

Foto: TVNOW / Story House Pictures / René Arnold

Viele neue Skills

Jannik Schümann lobt die Vielschichtigkeit seiner Figur von Kaiser Franz Joseph (1830 – 1916). „Nach außen hin scheint der Kaiser ein skrupelloser Monarch zu sein, der jedoch eigentlich nur in einem Käfig gefangen ist, dem er zu entkommen versucht. Seine Emotionen wurden ein Leben lang durch militärische Erziehung unterdrückt, und werden erst jetzt durch Sisi an seiner Seite entdeckt. Den Spagat hinzubekommen zwischen emotionslos und düster auf der einen und liebenswert und unschuldig auf der anderen Seite, sehe ich als meine größte schauspielerische Herausforderung.“

Weiter sagte er: „Außerdem durfte ich mir in der Vorbereitung sehr viele neue Skills aneignen: Reiten, Fechten, Tanzen, Etiketten-Training. Wie cool ist das denn?!“

Jannik Schümann als Kaiser Franz: Was für eine Karriere!

© IMAGO / Eventpress

Die Neuverfilmung passt gut zur Bandbreite des Stars

Jannik Schümann hat eine schöne Bandbreite an Rollen vorzuweisen. Der gebürtige Hamburger ist nicht nur Schauspieler, er kann auch Musical und Tanz. Jannik begann seine Karriere im TV.

Da waren Serien-Auftritte in „Die Rettungsflieger“ (2003), der Zweiteiler „Das Glück am anderen Ende der Welt“ (2007) oder auch als unter Mordverdacht stehenden Teenie im „Tatort Liebeshunger“. Auch hinter der Bühne, im Tonstudio war er zu erleben, u.a. im Hörspiel „Oscar und die Dame in Rosa“, dem Bestseller von Éric-Emmanuel Schmitt.

Da Jannik eigentlich vom Tanz und dem Musical kommt, war es auch nicht weiter verwunderlich, als er in „Ich war noch niemals in New York“ auf der Bühne am Hamburger Operettenhaus auftauchte. Ein weiteres Standbein ist die Synchronisation. Da wären auf jeden Fall seine Arbeit für „Die drei ???“ zu nennen. Unbedingt erwähnen müssen wir noch, wie unser Strahlemann von der Waterkant in der TV-Serie „Die Pfefferkörner“ (ab 1999) Eindruck machte. Er war nicht immer dabei, aber wenn, dann als Schwarm im Fußballbusiness.

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Sprungbrett „Homevideo“

Fleißig hat Jannik sein Portfolio erweitert, immer wieder mit Krimiauftritten im TV, bis er dann mit „Homevideo“ den Sprung auf die große Leinwand schaffte. Hier zeigt er, dass ein ganz intrigantes Stück sein kann, denn in „Homevideo“ geht es um die zerstörerische Kraft von Cyber-Mobbing.

Zwei Romanverfilmungen folgen: der Bestseller „Spieltrieb“ von Juli Zeh, wo Jannik die sehr manipulative Hauptrolle übernommen hat. In der Verfilmung des Jugendromans „Die Mitte der Welt“ von Erfolgsautor Andreas Steinhöfel hat Jannik als Nicholas eine wunderbare Leistung abgegeben.

 

Jannik, der Gratwanderer

Der 29-Jährige hat in seiner Rollenauswahl schon immer an die Ränder geschaut. Mainstream interessiert ihm wohl nicht so. 2015 bringt er mit „Mein Sohn Helen“ eine weitere tolle Persönlichkeit in das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen. Ein Junge geht für ein Jahr ins Ausland, in die USA, nach San Francisco, und kommt als Mädchen Helen zurück. Und dann kracht doch etwas Mainstream in die Filmbiografie – „Charité“, Staffel 2. Er spielt einen Sanitätssoldaten, der sich in einen Pfleger verknallt. Noch vor der Pandemie kam 2019 „Dem Horizont so nah“ in die Kinos. Schwer zu ertragender Stoff. Jannik spielt einen Kickboxer, der austeilt, weil er in der Kindheit schwer einstecken musste. Wieder recht drastisch geht es in der TV-Produktion mit dem Thema richtig harte Drogen „9 Tage wach“ zu.

Nicht nur in seiner Filmrollen-Wahl ist Jannik mutig. Mutig auch im Privatleben: im Dezember 2020 hatte Jannik sein Coming Out. Wie wichtig das Thema immer noch ist, haben die vielen herzlichen Reaktionen in den Medien gezeigt. Wir sagen, gut so und weitermachen – her mit der neuen Rolle als Kaiser Franz! (Kinotante Katrin)