Mittwoch, 2. Oktober 2019 23:39 Uhr

Jannik Schümann: Der Schöne mit den vielen Gesichtern

Jannik in "Dem Horizont so nah". Foto: Studiocanal GmbH / Bernd Spauke

Der längst fest etablierte „Jungstar“ Jannik Schümann (27) dreht gerade für ProSieben einen Film, der neun Tage aus dem echten Leben des einstigen Soap-Sternchens Eric Stehfest zum Thema hat (wir berichteten).

Der gebürtige Hamburger Jannik Schümann ist ein Star im deutschen Kino. Er hat eigentlich mit dem Tanzen angefangen, als ihn ein Talentscout entdeckte und zum modernen Tanz noch Schauspiellektionen verpasste. Was für ein Glück! Schon in seiner ersten größeren Rolle, der Verfilmung des Bestsellers „Oscar und die Dame in Rosa“ von Èric-Emmanuel Schmitt. Das war 2004 – da war Jannik gerade mal 12.

Jannik Schümann: Der Schöne mit den vielen Gesichtern

Studiocanal GmbH / Raphael Stötzel

Er hat bis 2011 – seinem Durchbruch als Kinostar in zahlreichen Projekten mitgearbeitet und sich wirklich breit aufgestellt: z.B. an der Seite von Heiner Lauterbach in „Das Glück am anderen Ende der Welt“, als Hörspielsprecher bei den „Drei ???“ oder auch zurück zum Tanz als Musicaldarsteller in „Ich war noch niemals in New York“, welches in seiner Heimatstadt Hamburg uraufgeführt wurde.

Der Weg zum Charakterdarsteller

Und dann kam ein Film, der durch die Decke ging „Homevideo“ (2011) – eine Geschichte über Cyber-Mobbing. Jannik spielte den Hauptmobber – einen echt fiesen Intriganten, dem man abnimmt, dass er große kriminelle Energie besitzt und ganz genau weiß was er tut, als er ein privates Homevideo öffentlich postet und sich an seiner Machtposition aufgeilt. Eine Nebenrolle zwar, aber was für eine! Diese Rolle öffnete ihm die Tür für Projekte von so wunderbaren Regisseuren wie Christian Petzold in „Barbara“, wo er an der Seite u.a. von Nina Hoss (Barbara) glänzen durfte.

Jannik Schümann: Der Schöne mit den vielen Gesichtern

Studiocanal GmbH / Bernd Spauke

Ein weiterer Meilenstein in Janniks Karriere war „Mittlere Reife“, wo er wieder einen ganz anderen Charakter spielen durfte: einen sehr aufmerksamkeitssuchenden und hyperaktives Direktorensöhnchen – der von dem Hochkaräter Herbert Knaup dargestellt wird – und sich nebenbei was mit Drogen verticken dazu verdient.

Romanverfilmungen

„Spieltrieb“ und „Die Mitte der Welt“ sind die zwei Romanverfilmungen, mit denen Jannik Schümann endgültig bei den Top-Profis der Schauspielgarde angekommen ist. In „Spieltrieb“ ist er Alev, die Hauptrolle in dem Schülerdrama an einer Eliteschule. Alev ist ein Alphatier, der andere Schüler manipuliert und nach Belieben einsetzt, hypt und letztendlich auch fallen lässt. Nur, dass Jannik so eine Rolle spielen kann, ist in „Spieltrieb“ keine Überraschung mehr.

Ganz anders in der Bestellerverfilmung „Die Mitte der Welt“. Jannik spielt dort einen Schüler, der neu in der Klasse ist und sich zu dem Haupthelden Phil (Louis Hofmann) hingezogen fühlt. Was die zwei durchmachen, bis sie zu sich stehen und ihre erste große Liebe entdecken, ist eine weitere großartige Facette in der Schauspielkunst von dem Nordlicht, das vor neun Jahren nach Berlin umgezogen ist.

Dem Horizont so nah

Jannik kann auch Serie. In der 2. Staffel der ARD-Erfolgsserie „Charité“ war der Frauenschwarm auch in einer tragenden Rolle als angehender und schwuler Sanitätsoffizier Otto Marquardt zu sehen.

Wir sind angesichts der Fülle von bemerkenswerten Charakterrollen gespannt auf mehr!

Jannik Schümann: Der Schöne mit den vielen Gesichtern

Studiocanal GmbH / Bernd Spauke

Doch während er also das Drogendrama dreht, hat am 10. Oktober sein neuster Kinofilm Premiere: „Dem Horizont so nah“ – eine weitere Romanverfilmung.

Darum geht’s da: Jessica (18) ist jung, liebt das Leben und hat Aussichten auf eine vielversprechende Zukunft, als sie sich eines Tages Hals über Kopf in Danny (20) verliebt. Er ist gutaussehend, charmant und selbstbewusst, doch hinter der perfekten Fassade liegt ein dunkles Geheimnis. Jessica muss einsehen, dass es die gemeinsame Zukunft, von der sie geträumt hat, so nicht geben wird, aber eins ist für sie klar: Sie glaubt an diese Liebe und an Danny und sie wird für ihn und diese Liebe kämpfen, denn es kommt nicht darauf an, wie lange man geliebt hat, sondern wie tief.

Jannik Schümann: Der Schöne mit den vielen Gesichtern

Studiocanal GmbH / Raphael Stötzel

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