Samstag, 18. August 2018 21:10 Uhr

Jetzt im Kino: Sufforgie „So was von da“

Lust auf Alkohol, Drogen und ein Punk-Club in einer Silvesternacht? Gerade startet „So was von da“ als knalliges deutsches Erzählkino. Der Film ist ein Rausch aus Alkohol und Drogen in einem Kiez-Club in Hamburg. Wir erzählen mehr darüber.

Jetzt im Kino: Sufforgie "So was von da"

Foto: DCM

Es gibt sie noch, die kleinen asseligen Clubs, in denen sich junge Erwachsene sofort wohl fühlen, was alles so angebatzt und verkeimt ist. Das nennt sich dann Szene-Club, hat keine Sponsoren oder Lieferverträge mit bekannten Spirituosenlabels, außer die Champagnersorte „Veuve Clicquot“ – die war wohl ein wichtig für die Story. Und die Story geht so: Oskar Wrobel (Niklas Bruhn) ist der Besitzer des abgewrackten Musik-Clubs auf St. Pauli auf dem Gelände, wo mal ein Krankenhaus stand. Die kommende Nacht zum Jahreswechsel heißt auch, dass der Club geschlossen wird. Gentrifizierung und so. Und so heißt auch: Oskar hat den Arsch voll Schulden. Ein Schuldner ist Kiez-Kalle, der weiß auch, wie Schulden eingetrieben werden. Hamburg, logo, Reeperbahn und Schlägertypen.

Trotzdem nimmt die Silvesterparty an Fahrt auf. Der Club ist rappelvoll, es gibt niemanden, der nicht raucht und Alkohol, Drogen und Tabletten machen en gros die Runde. Großartig nennt Oskar seine Freunde: Rocky (Mathias Bloech) ist tatsächlich Rockstar und seitdem unzufrieden mit seinem Leben, Nina (Martina Schöne-Radunski) hat nicht mehr lange zu leben, weil ein Gehirnturmor rasant wächst und Oskars Exfreundin Mathilda (Tinka Fürst) taucht dann auch noch auf. Oskars Geschäftspartner Pablo ist erfrischend blond, hat etwas mehr Geschäftssinn und hält auch mal dagegen, wenn Oskar wieder Schnapsideen hat. Die Zeit läuft: wenn Oskar bis 3 Uhr früh Kiez-Kalle nicht bezahlt, wird es ein sehr schmerzhafter Start ins neue Jahr.

Jetzt im Kino: Sufforgie "So was von da"

Foto: DCM

Versuch, rauschhaft zu sein

Mit im Club treiben sich noch die Innensenatorin von Hamburg (Corinna Harfouch) – quasi als politische Gegnerin – herum und als Elvis Rockmann steht Bela B Felsenheimer von den „Ärzten“ wahlweise auf der Bühne oder bewusstlos darunter.

Fazit: „So was von da“ versucht rauschhaft zu sein – der Film ist eher nur laut – und zum größtenteil improvisiert. Alkohol fließt in Strömen und die beschworene dicke Freundschaft bleibt formelhaft und eher ein lustiges Trinkspiel mit Mini-Exkursen, irgendwie gesellschaftskritisch sein zu wollen. (Katrin Wessel)

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