Freitag, 7. Dezember 2018 09:05 Uhr

Kevin Hart sagt begehrte Oscar-Moderation nach Kritik wieder ab

Ein Satz mit X: „Das war wohl nix!“ Erst vor zwei Tagen kündigte Kevin Hart in einem langen Instagram-Post an, dass er die kommende Oscar-Verleihung moderieren wird und das es sein größter Traum war. Der Traum soll nun wohl geplatzt sein.

Kevin Hart  sagt begehrte Oscar-Moderation nach Kritik wieder ab

Foto: Mark Suban/A.M.P.A.S.

Nun gab der 39-Jährige die Moderation freiwillig auf und trat davon zurück, nachdem es einen Aufschrei wegen vorheriger schwulenfeindlicher Tweets von Hart gegeben hatte. Auf Twitter schrieb er: „Ich habe die Entscheidung getroffen, die Oscars nicht zu moderieren. Ich will nicht von den talentierten Künstlern ablenken, die an diesem Abend gefeiert werden sollen.“

Hintergrund ist Kritik an Harts als schwulenfeindlich empfundenen Tweets und Witzen aus den Jahren 2009 bis 2011.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Kevin Hart (@kevinhart4real) am Dez 6, 2018 um 7:31 PST

Zugleich entschuldigte sich der Komiker bei der schwul-lesbischen LGBTQ-Gemeinde „für meine unsensiblen Worte aus der Vergangenheit“. Er habe sich für einen Rückzug als Gastgeber der Oscar-Gala entschieden, „weil ich keine Ablenkung sein will in einer Nacht, die von so vielen großartigen, talentierten Künstler gefeiert werden sollte“.

Begehrter Job

Noch am Dienstagabend hatte Hart auf Instagram und Twitter verkündet: „Ich freue mich sehr mitzuteilen, dass endlich der Tag gekommen ist, dass ich Gastgeber der Oscars werde.“ Dies sei schon lange Zeit eines seiner Ziele gewesen. Hart hatte unter anderem die MTV Video Music Awards moderiert. Der dreifache Vater ist aus Filmen wie „Jumanji: Willkommen im Dschungel“, „Ride Along“, „Der Knastcoach“ oder „Central Intelligence“ bekannt.

Die Oscar-Akademie hatte erst zwei Tage zuvor bekanntgegeben, dass der schwarze US-Comedian erstmals die Verleihung im Februar moderieren werde. Der Job gilt als einer der begehrtesten und schwierigsten in der Film-Branche. Stunden vor seinem angekündigten Rückzug hatte Hart noch erklärt, er werde sich nicht für seine damaligen Kommentare entschuldigen. (KT/dpa)

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