Donnerstag, 30. Mai 2019 20:13 Uhr

„Kursk“: Matthias Schweighöfer in U-Boot-Drama von 2000

Foto: Wild Bunch

Dauergrinser Matthias Schweighöfer ist endlich mal nicht in einer RomCom- oder Buddy-Komödie zu sehen, sondern in einem echten Filmdrama! Am 11. Juli startet mit ‚Kursk‘ ein Thriller mit Top-Besetzung. Im Mittelpunkt steht allerdings ein anderer Matthias: Matthias Schoenaerts und Britenstar Colin Firth. Auch August Diehl ist dabei. Produzent ist Frankreichs Action-König Luc Besson.

Kursk: Matthias Schweighöfer in U-Boot-Drama von 2000

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Am 10. August 2000 läuft das russische, angeblich unsinkbare U-Boot K-141 Kursk zu einem Manöver der russischen Nordflotte in der Barentssee aus. An Bord befinden sich 118 Mann Besatzung. Am zweiten Tag der Übung kommt es durch die Explosion eines Torpedos an Bord zur Katastrophe. Die Kursk erleidet schwere Schäden und sinkt auf den Meeresboden.

Lediglich 23 Männer überleben und können sich in einen sicheren Abschnitt des U- Bootes retten, darunter Kapitänleutnant Mikhail Kalekov (Matthias Schoenaerts).

Aus Prestigegründen und Angst vor Spionage verweigert die russische Regierung (damals war auch Putin Präsident) zunächst jede internationale Hilfe – darunter u.a. von Großbritannien, Norwegen und den USA. Auch die Angehörigen werden lange im Unklaren über die Ausmaße der Katastrophe gelassen. Die Frauen, allen voran Tanya (Bond-Girl Léa Seydoux), die Ehefrau von Offizier Kalekov, fordern verzweifelt Aufklärung, doch vergeblich. Der britische Commodore David Russel (Colin Firth) persönlich bietet dem russischen Admiral Gruzinsky (der österreichische Star Peter Simonischek) seine Unterstützung an.

Doch die Russen bleiben stur. Menschenleben spielen bekanntlich bei einer russischen Führung nicht so eine Rolle wie in anderen zivilisierten Ländern, wie viele Fälle in den letzten Jahrzehnten belegen. Ein Propaganda-Image geht immer vor.

Kursk: Matthias Schweighöfer in U-Boot-Drama von 2000

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Die Geschichte dahinter

Putin, der während des Dramas unberührt am Schwarzen Meer urlaubte, findet in dem Film nicht statt. Spekulationen zufolge habe man seine Figur aus dem Drehbuch gestrichen, weil man Hackerangriffe befürchtete. Dabei sah das Drehbuch offenbar sogar einen“sympathischen und mitgenommen Putin“ vor, wie der ‚Hollywood Reporter‘ berichtete.

Kursk: Matthias Schweighöfer in U-Boot-Drama von 2000

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Basierend auf dem akribisch recherchierten Tatsachen-Roman „A Time to Die: The Untold Story of the Kursk Tragedy“ des Journalisten Robert Moore verfasste der preisgekrönte Drehbuchautor Robert Rodat (Oscar-Nominierung für „Der Soldat James Ryan“) das nervenaufreibende Drama.

„Über die Kursk-Tragödie wusste ich nur sehr oberflächlich Bescheid“, erläutert Regisseur Thomas Vinterberg sein Projekt. „Aber was mir von der Berichterstattung im Gedächtnis geblieben ist, ist das Klopfen. Dieses Klopfen an den Wänden der Kursk war ein Schrei nach Hilfe.“

Kursk: Matthias Schweighöfer in U-Boot-Drama von 2000

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Schweighöfer wollte mit Besson drehen

Wie Schweighöfer an seine, nicht so große Rolle als Marinesoldat Pavel Sonini in dem Film kam, verriet er letztes Jahr dem Magazin ‚GQ‘: „Ich wollte immer schon mal etwas mit Luc Besson machen, weil ich ein großer Fan von ihm bin. Jetzt hat er den Film ‚Kursk‘ produziert, bei dem Thomas Vinterberg Regie führt und ich bin nach Paris zum Casting, um zu schauen, ob ich in den Film irgendwie reinkomme. Dann stand ich da vor Thomas Vinterberg und der meinte zu mir: ‚Du bist also dieser langweilige Star aus Deutschland. Wann hast du denn zum letzten Mal wirklich gespielt?‘ Das hat mich so aus der Bahn geworfen, dass ich dachte, das würde eh nichts. Und dann habe ich die Rolle tatsächlich bekommen.“

Kursk: Matthias Schweighöfer in U-Boot-Drama von 2000

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