23.09.2020 21:22 Uhr

Lars Eidinger: Neuer Film mit Isabelle Huppert

Deutsch-französisches Gipfeltreffen mit zwei ganz eigenwilligen Schauspielern: Isabell Huppert und Lars Eidinger stehen gemeinsam vor der Kamera.

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Deutsch-französisches Gipfeltreffen mit zwei ganz eigenwilligen Schauspielern: Isabell Huppert und Lars Eidinger stehen unter anderem in Köln und Lyon gemeinsam vor der Kamera.

Resümee der letzten 40 Jahre

Die französische Starschauspielerin Isabelle Huppert (67) übernimmt die Hauptrolle in einer internationalen Koproduktion, für die in Deutschland, Frankreich und Irland gedreht wird. An ihrer Seite spielt der Berliner Theater- und Filmschauspieler Lars Eidinger (44).

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In dem Film mit dem Arbeitstitel „Joan“ ruft sich die Titelfigur die letzten 40 Jahre ihres Lebens in Erinnerung und „zeichnet ein romantisches, bruchstückhaftes Bild ihres Lebenswegs mit vielen lustigen Momenten, die der Geschichte eine eigene Leichtigkeit verleihen“, wie es in einer Mitteilung hieß.

Endlich gehts wieder los

Regie führt der französische Regisseur Laurent Larivière. Produzent auf deutscher Seite ist Reza Bahar („Das Löwenmädchen“). Gedreht wird unter anderem in Köln, Lyon und Dublin, die Dreharbeiten sollen den Angaben zufolge voraussichtlich bis Anfang November dauern. Der Kinostart ist für 2021 geplant.

Für Lars Eidinger dürfte das ein Schritt in die richtige Richtung sein. Im Rahmen des Fünf Seen Filmfestivals sprach der 44-jährige über die Corona-Krise, deren Auswirkungen und die Zukunft des Kinos. Er habe etwas Angst, dass das Coronavirus die Menschheit im schlimmsten Fall noch lange begleiten könnte. „Ich habe ein bisschen die Befürchtung, dass es so bleibt“, erklärte Eidinger im Gespräch mit RTL.

Masken für immer?

Dem Sender sagte er weiter: „Ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber ich kann mir vorstellen, als HIV ausgebrochen ist, haben die Leute auch gedacht: ‚Jetzt schützen wir uns mal eine Zeit lang beim Sex und irgendwann geht es dann wieder ohne.’“.

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Bis heute muss jedoch Safer Sex praktiziert werden, möchte man nicht das Risiko eingehen, sich womöglich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit anzustecken. „Man kann die Infektion nicht verhindern. Man kann vielleicht mit der Krankheit umgehen und ich hoffe nicht, dass uns mit Covid-19 das gleiche blüht.“

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„Das Kino ist bedroht, auf jeden Fall“

Die Quarantäne fand Eidinger demnach „ganz furchtbar“. Es sei ähnlich, wie von einer Lawine verschüttet zu werden. „Es ist ja nur schlimm, wenn man nicht weiß, wann man wieder rauskommt.“ Bekomme man gesagt, „du liegst jetzt noch 20 Minuten, dann ist es noch erträglich […].“ Im Bewusstsein, dass es vielleicht nie wieder aufhöre, sei es jedoch recht schwierig, mit der Situation umzugehen.

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„Das Kino ist bedroht, auf jeden Fall“, erklärte Eidinger zudem. Er glaube aber, dass die Institution Kino trotz Corona-Krise gerettet werden könne, denn „wenn jeder einzelne der Lust nachgeht und das Kino besucht, dann wird es auch nicht sterben.“ Für alle Beteiligten sie die Lage problematisch. „Wenn alle zu Hause bleiben und keiner sitzt drin, dann macht es auch nicht wieder auf.“

© dpa-infocom, dpa:200923-99-676070/3, (wue/spot) /KT

(Eru)

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