Sonntag, 15. Juli 2018 21:26 Uhr

Madonna wird 60: Ihre fünfzehn Top- und Flop-Filme

Madonna wird in vier Wochen 60 Jahre jung. Sie ist die einzige Entertainerin, die seit 40 Jahren anhaltenden Erfolg im Showbiz hat – abgesehen von ein paar grauenhaften Flops in der Filmbranche. Wir sollten ihr Lebenswerk ehren und werden in dem kommenden vier Wochen des öfteren auf ihre Karriere zurückblicken.

Madonna wird 60: Ihre fünfzehn Top- und Flop-Filme

Madonna Anfang 2015. Foto: WENN.com

Madonna ist gut in Posen, Beine schmeißen und Schrittkombinationen – eine Charakterdarstellerin ist sie eher nicht. Und doch hatte man lange den Eindruck, dass das genau ist, was sie so sehr wollte: eine ernstzunehmende Schauspielerin. Es reichte nicht, eine tolle Sängerin und Performerin zu sein und Bühnenshows mit Superlativen zu feiern.

Eine Filmkarriere sollte dazu kommen und sie versucht hat sie es wahrlich immer wieder! Anlässlich ihres runden Geburtstages feiern wir ihre mehr oder weniger erfolgreichen Ausflüge ins Filmbusiness.

Top: „Susan… verzweifelt gesucht“

Madonna hatte ihren ersten Kinoerfolg 1985. Sie spielt besagte Susan, die von ihrem Freund, dem Musiker Jim (Robert Joy), so verzweifelt per Kontaktanzeige, gesucht wird. Diese Annonce liest auch die vom Leben gelangweilte Roberta (Rosanna Arquette), die auch die Hauptrolle spielt. Gegen das Schauspielschwergewicht Rosanna Arquette hat Madonna natürlich keine Chance, aber ihr Charakter Susan steht für Selbstbestimmung und Abenteuer. Mit „Susan … verzweifelt gesucht“ hat Madonna einen guten Griff gemacht. Nach wie vor ein toller Film darüber, dass man sein Leben ändern kann!

Flop: „Shanghai Surprise“

Zu „Shanghai Surprise“ von 1986 ist künstlerisch nicht so viel mitzuteilen. Der Film spielt 1937 in Shanghai zur Zeit der japanischen Besatzung. Interessant ist hier eher, wer noch mit am Set war: Sean Penn! Er spielt in der Abenteuerkomödie einen Krawattenverkäufer und Lebenskünstler; Madonna ist die Missionsschwester Gloria. Gloria vermittelt dem Tausendsassa gegen eine Gegenleistung eine Passage raus aus Shanghai. Die kleine Gegenleistung heißt eine verlorengegangene Ladung Opium wieder zu beschaffen. Auf der Leinwand und im realen Leben gab es ein Happy End plus Hochzeit. Madonna und Sean Penn ließen sich aber 1989 wieder scheiden.

Flop: „Who´s that Girl?“

In „Who´s that Girl“ versucht sich Madonna 1987 als super-schlaues Mädchen Nikki in einer merkwürdigen Screwball Komödie. Nikki wird des Mordes an ihrem Freund Johnny verdächtigt und verurteilt. Nach der Entlassung engagiert sie den Anwalt Louden (Griffin Dunne) und gemeinsam suchen sie den wahren Mörder. Das gelingt dann auch und Nikki und Louden werden ein Paar.

Im Gegensatz zum Film wurde Madonnas Welttournee „Who´s that Girl“ ein gigantischer Erfolg. Und zu Recht: den Song kennt heute jeder, den Film wurde als einer der schlechtesten Filme, die je veröffentlicht wurden, bezeichnet.

Flop: „Bluthunde am Broadway“

In „Bluthunde Am Broadway“ versucht Madonna 1988 weiter ihr Glück als Schauspielerin – dieses Mal in einer Literaturverfilmung. Am Broadway wird das Silvesterfest 1927/1928 gefeiert. Die Party schmeißt der Gangsterboss „The Brain“ (Rutger Hauer) und mit ihm eine Menge schwerer Jungs und Halbgewichte der Unterwelt. Madonna taucht in einer Messerstech-Episode als Dame der Halbwelt, Hortense Hathaway, auf. Die Kritiker waren sich einig, dass „Bluthunde am Broadway“ Zeitverschwendung ist.

Flop: Dick Tracy

In „Dick Tracy“ aus dem Jahr 1990 probiert Madonna sich in einer Comic-Verfilmung. Dick Tracy (Warren Beatty) ist Detective in Chicago und jagt, na klar, Verbrecher. Seine Geliebte, Tess Trueheart (Glenne Headly), möchte aber, dass er damit aufhört und seine Karriere beendet. Dem Wunsch würde Dick Tracy sogar nachkommen, wenn das nicht der Oberschurke Big Boy Caprice (Al Pacino) wäre. Solange der noch schalten und walten kann, wie es ihm beliebt, muss Dick Tracy ermitteln. Die Barsängerin Breathless Mahoney (Madonna) hilft ihm dabei und die die zwei verlieben sich. Die Comic-Reihe war ein Erfolg, der Film nicht.

Flop: „In Bed With Madonna“

„In Bed With Madonna“ ist ein Musik-Dokumentarfilm über die Diva von 1991. Madonna ist als hier Selbstdarstellerin unterwegs. Der Film zeigt immer zwei Perspektiven: Madonnas Bühnenauftritte während der „Blonde Ambition“ Welttour und die „private“ Seite der Sängerin inmitten von Tänzern, Technikern und Tourbus. Das kann für ein paar Momente interessant sein, aber für einen ganzen Film ist das zu viel Egotrip.

Top: „Eine Klasse für sich“

Endlich ein Film, den es sich lohnt anzusehen, in dem Madonna 1992 mitwirkte. Die USA befinden sich im Krieg mit Nazi-Deutschland; zu Hause in den Staaten fällt die Baseball-Sportsaison deshalb komplett aus. Die Hauptakteure in „Eine Klasse für sich“ sind die Schwestern Dottie (Geena Davis) und Kit (Lori Petty). Dotti wurde von dem Talentscout Ernie Capadino (Jon Lovitz) ausgewählt, um in der ersten Frauen-Baseball-Liga zu spielen. Ihr Trainer wird Jimmy Dugan (Tom Hanks) und der bringt Schwung ins Team und ins Spiel. Doch mit dem Erfolg wächst auch der Neid und Teammitglied Mae Mordabito (Madonna) zündelt ordentlich mit. „Eine Klasse für sich“ hat ein tolles Schauspielteam und war ein Riesenhit an den Kinokassen.

Flop: „Schatten und Nebel“

„Schatten und Nebel“ ist ein Woody-Allen-Film. 1992 war Allen noch jenseits aller Skandale und Schauspieler standen Schlange für eine Rolle in einem seiner Filme. Madonna ergatterte eine kleine Rolle als Marie, die mit einem Zirkus in der Stadt ist, in dem ein Mörder sein Unwesen treibt. Die Mörderjagd war weder besonders spannend noch witzig und floppte.

Flop: „Body of Evidence“

Der deutsche Regisseur Uli Edel und Madonna verunglückten künstlerisch 1993 in einem Erotik-Thriller. Rebecca Carlson (Madonna) spielt einen Vamp. Ihr steinreicher Liebhaber wird tot im Bett aufgefunden. Da die Sex-Spielchen auf Video aufgezeichnet wurden und eine Menge Kokain mit von der Partie war, landet Rebecca vor Gericht. Frank Dulany (Willem Dafoe) wird ihr Anwalt und der nächste Liebhaber. Eine lahme Story, die in den regelrecht Kritiken regelrecht zerfetzt wurde.

Flop: „Snake Eyes“

Abel Ferrera ist ein Ausnahme-Regisseur, aber mit „Snake Eyes“ hat er Pech gehabt. 1993 kam der Streifen in die Kinos und wollte so gern provozieren mit der Frage: Wurde die Schauspielgröße Sarah Jennings (Madonna) am Set vergewaltigt oder nicht? Der Skandal um den Film war so gewollt und konstruiert, dass ihn niemand sehen wollte.

Top: „Blue in the Face“

„Blue in the Face“ von 1995 ist Wayne Wangs Nachfolger zum Erfolgshit „Smoke“. Wieder besteht der Film aus einer Reihe loser und improvisierter Situationen, die alle im New Yorker Stadtteil Brooklyn spielen. Viele der Charaktere, die in „Smoke“ im Tabakladen an der Ecke von Auggie Wren (Harvey Keitel) ihre Glimmstängel einkauften und dabei ins Gespräch kamen, tauchen auch in „Blue in the Face“ wieder auf. Die Gesprächsthemen sind Rauchen, Beziehungen, Sportergebnisse und ein singendes Telegramm als Cameo-Autritt von Madonna gibt es auch. Ein lässiger Film mit entspannten Leuten im Mikrokosmos Brooklyn.

Flop: „Four Rooms“

„Four Rooms“ aus dem Jahr 1995 ist ein Vier-Episodenfilm von vier Regisseuren. Die Rahmenhandlung dreht sich um Ted (Tim Roth). Er ist der neue Page im einem vormals noblen, jetzt aber ziemlich runtergerockten Hotel. Nacheinander bekommt Ted es mit den Gästen aus vier Zimmern zu tun. In der ersten Geschichte, in der auch Madonna mitspielt, werden Teds Dienste von den Gästen der „Honeymoon Suite“ gebraucht, wo ein mysteriöser Hexenbund versucht, mit obskuren Ritualen an „Die fehlende Zutat“ zu gelangen. Die „Fehlende Zutat“ ist Elsbeth (Madonna). Nicht nur die 1. Episode ist eine herbe Enttäuschung. Warum die schnarchlangweilige Story überhaupt erzählt wird, bleibt unklar.

Top: „Evita“

Andrew Loyd Webber schrieb das Musical „Evita“ mit dem Hit „Don´t cry for me Argentina“. 1996 wird das Musical von Alan Parker verfilmt und Madonna singt sich als Evita Perón, der First Lady Argentiniens, die an Krebs stirbt, in die Top-Chartlisten der ganzen Welt.

Flop: „Ein Freund zum Verlieben“

In „Ein Freund zum Verlieben“ von 2000 versucht sich die Pop-Ikone in einer Romanze. Abbie (Madonna) will ein Kind, doch ein Mann und potentieller Vater ist nicht in Sicht. Abbie hat einen schwulen besten Freund, Robert (Rupert Everett), mit dem sie dann im Bett landet und schwanger wird. Die beiden werden kein Paar, aber Eltern. Als Abbie dann doch ihren Traummann (Benjamin Bratt) kennenlernt und mit ihm wegziehen will, kommt es zum Kampf um das Sorgerecht für den Sohn. Die Geschichte wollte so gut wie niemand glauben und auch nicht im Kino sehen.

Flop: „Stürmische Liebe – Swept Away“

Der Giftzahn Amber (Madonna) macht allen das Leben schwer: ihrem Mann, den Angestellten – einfach allen. Die stinkreiche Frau muss sehr unzufrieden sein. Auf einer Erholungsreise per Schiff gerät Amber in einen Sturm und landet schließlich mit ihrem Angestellten Guiseppe (Adriano Giannini) auf einer einsamen Insel. Was dann passiert? Leider nur 0815, obwohl Guy Ritchie 2002 Regie führte. Vielleicht lag es daran, dass Madonna und Ritchie 2000 bis 2008 verheiratet waren. Danach hat er jedenfalls wieder gute Filme gedreht. (KW)

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