02.07.2020 23:46 Uhr

Margot Robbie: Der australische Hollywood-Export wird 30

Sie wurde in Australien geboren und wollte unbedingt in Hollywood Karriere mache: Innerhalb weniger Jahre ist Margot Robbie zum Superstar aufgestiegen.

imago images / MediaPunch

Johnny Depp ist von Bord gegangen, jetzt klettert Margot Robbie in die Wanten. Disney plant einen Mantel- und Degenfilm im Stil von „Fluch der Karibik“, in dem diesmal Frauen den Ton angeben. Jerry Bruckheimer, der die fünf „Fluch der Karibik“-Filme produzierte, will auch dieses Projekt übernehmen.

Christina Hodson soll das Drehbuch schreiben, aus deren Feder auch der launige Comic-Film „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ stammt, in dem Margot Robbie als übertrieben aufgedrehte, übernatürlich starke und (meist) liebenswerte Antiheldin zeigt, dass sie eine Menge von Action versteht.

Rasante Karriere von Margot Robbie

Das aber ist nur eine der vielen Facetten der gebürtigen Australierin, die sich in Hollywood innerhalb weniger Jahre einen klangvollen Namen gemacht hat und inzwischen in die Top Ten der bestbezahlten Schauspielerinnen aufgestiegen ist. Heute wird sie 30 Jahre alt.

Als sie noch einen bisexuellen Teenager in der australischen Erfolgsserie „Neighbours“ spielte, stand für Margot Robbie schon fest, dass sie eines Tages in Hollywood Karriere machen möchte.

Ehrgeizig war die Schauspielerin schon immer, einen Plan hatte sie allerdings nicht. Dafür aber schlagkräftige Argumente: Alles fing damit an, dass sie Leonardo DiCaprio beim Casting zu „The Wolf of Wall Street“ (2013) eine Ohrfeige verpasste, obwohl die gar nicht im Drehbuch stand. Regisseur Martin Scorsese aber war schwer beeindruckt.

Schockstarre nach erstem Kinohit

Und danach? Erst einmal Stille. „Ich weiß noch, wie nach ‚The Wolf of Wall Street‘ sechs Wochen lang kein einziges Rollenangebot kam“, erinnerte sie sich im Interview mit der Zeitschrift „Blick“. „Ich habe damals zu meiner Freundin gesagt: ‚Ich glaube, das war’s, ich werde wohl nie wieder einen Job finden.'“

Das war zwar nur eine vorübergehende Flaute, aber um mehr Kontrolle und Eigenverantwortung zu haben, gründete Margot Robbie schließlich mit einigen jungen Filmemachern eine eigene Produktionsgesellschaft. Dabei war auch der Regieassistent Tom Ackerley, den Margot Robbie 2016 schließlich geheiratet hat.

Gleich zu Beginn gelang der jungen Firma mit „I, Tonya“ (2018) der ganz große Coup. In der Doku-Satire geht es um den wahren Fall der Eiskunstläuferin Tonya Harding, deren Rivalin Nancy Kerrigan kurz vor den Olympischen Winterspielen 1994 attackiert wurde – den Attentäter beauftragte Hardings Ex-Mann. Bis heute ist umstritten, ob Harding selbst davon wusste. Dafür hat Robbie eine Oscar-Nominierung erhalten.

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Neues Drama „Bombshell“

Neben „Birds of Prey“ war Margot Robbie zuletzt in zwei weiteren starken Rollen im Kino zu sehen. Quentin Tarantino engagiert sie als Sharon Tate für „Once Upon a Time in Hollywood„, wo ihr mit weißen Stiefeln, Mini-Rock und langen blonden Haaren die verblüffende Verwandlung in die 60er-Jahre-Ikone gelang.

In dem packenden MeToo-Drama „Bombshell“ geht es um Machtmissbrauch und Belästigung bei dem konservativen US-Nachrichtensender Fox News. Charlize Theron, Nicole Kidman und Margot Robbie spielen darin Journalistinnen, die den übergriffigen Senderchef Roger Ailes (John Lithgow) mit Klagen und Vorwürfen zu Fall bringen.

© dpa-infocom, dpa:200629-99-608851/8

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