Martin Scorsese hätte gerne noch mit Ray Liotta gedreht

dpadpa | 07.06.2022, 11:24 Uhr
Regisseur Martin Scorsese bei der Premiere des Films «The Irishman» 2019 in  London.
Regisseur Martin Scorsese bei der Premiere des Films «The Irishman» 2019 in London.

Joel C Ryan/Invision/AP/dpa

„Die beiden schrieben mit „Goodfellas“ Filmgeschichte. Nun erinnert sich Martin Scorsese an den Hauptdarsteller seines Gangsterfilms.“

Star-Regisseur Martin Scorsese hätte nach eigenen Worten gerne nochmal einen Film mit dem Ende Mai überraschend gestorbenen Ray Liotta gedreht.

„Wir hatten viele Pläne, nochmal zusammenzuarbeiten, fanden aber nie den richtigen Zeitpunkt, oder das Projekt passte nicht. Das bedauere ich jetzt“, schrieb der 79-Jährige im britischen „Guardian“.

Liotta spielte in Scorseses Gangsterfilm „Goodfellas“ (1990) den Mafioso Henry Hill. Der Regisseur erinnerte sich an die Dreharbeiten: „Es war, als hätten wir jahrelang zusammengearbeitet.“ Scorsese hätte Liotta gerne gesagt, was ihm die gemeinsame Arbeit bedeutete: „Aber vielleicht wusste er das. Ich hoffe es“, schrieb Scorsese.

Schlechte Nachrichten von der Mutter

Martin Scorsese verriet ferner, Ray Liotta sei „entschlossen“ gewesen, eine Szene zu beenden, bevor er zu seiner im Sterben liegenden Mutter flog. Der ‚Goodfellas‘-Regisseur nannte es „eine seltene Erfahrung“, den Schauspieler – der Ende letzten Monats im Alter von 67 Jahren während der Dreharbeiten zu „Dangerous Waters“ in der Dominikanischen Republik verstarb – in dem legendären 90er-Jahre-Mafia-Film die Rolle des Henry Hill spielen zu sehen.

Damals hatte Liotta gerade die Nachricht von der Krebsdiagnose seiner Mutter Marty Liotta bekommen, wollte aber trotzdem das Filmteam nicht enttäuschen und zumindest seine Szene beenden. In einem Kommentar für die Zeitung „The Guardian“ schrieb der 79-jährige Filmemacher: „Ich sagte ihm, dass er gehen müsse, um bei ihr zu sein, aber er war unnachgiebig: Er wollte die Szene machen, bevor er ging.“

(dpa/K&T)