Freitag, 10. Januar 2020 00:04 Uhr

Martin Scorsese rudert mit Kritik an Marvel zurück

imago images / ZUMA Press

Martin Scorsese stellt klar, dass seine Kritik die er zuletzt äußerte nicht nur Marvel galt. Der US-Regisseur erregte letztes Jahr große Aufmerksamkeit mit seiner Aussage, dass die Streifen des Studios „kein Kino“ seien.

„Es geht nicht um Menschen, die anderen Menschen emotionale, psychologische Erfahrungen aufzeigen wollen“, kritisierte er gegenüber dem ‚Empire‘-Magazin. Nun will er seine Aussagen ins rechte Licht rücken. Das Marvel Cinematic Universe habe er nämlich nur als Beispiel für das gesamte Genre der Comic-Buch-Verfilmungen genannt.

„Ich sagte Superheldenfilme und nie – ich kenne Marvel nicht mal. Ich erinnere mich daran, dass Marvel ein Comic-Heft war“, sagte er in einer Diskussionsrunde mit dem ‚Hollywood Reporter‘. Außerdem ging der 77-Jährige darauf ein, wieso er die Filme mit Vergnügungsparks verglichen hat.

Das sagt der „Joker“-Regisseur dazu

„Ich erinnere mich daran, als Disneyland erbaut wurde, so alt bin ich schon. Eine der Ziele der Studios war es, in gewisser Hinsicht für die amerikanische Kultur ebenso wichtig zu werden wie Disneyland“, erklärte der ‚The Irishman‚-Filmemacher. Bei der Diskussionsrunde war ebenfalls ‚Joker‚-Regisseur Todd Phillips zu Gast, der den Oscar-Gewinner in seiner Kritik zur Seite gestanden hatte. Für sein Filmprojekt über den DC-Bösewicht habe er anfangs großen Gegenwind erhalten, da es völlig aus dem Rahmen fiel.

„Marty hat viele heftige Reaktionen bekommen für das, was er gesagt hat, aber ich verstehe es total. Wir mussten dafür kämpfen, dass ‚Joker‘ gedreht werden konnte, was komisch klingt, weil es in der Superhelden-Welt stattfindet. Aber es ist nicht wirklich einer dieser Filme“, schilderte Phillips.

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