Donnerstag, 4. Juni 2020 11:33 Uhr

„Matrix“ entstand aus Wut und Unterdrückung

imago images / Prod.DB

Lilly Wachowski verarbeitete in „Matrix“ ihre Wut und ein Gefühl der Unterdrückung. Die 52-jährige Filmemacherin, die sich 2016 als transgender outete, gibt zu, dass die Filmreihe eine Menge unterschwellige Botschaften über die Problematiken des Geschlechterspektrums beinhaltet.

Über ihr Projekt erklärt Lilly im Interview mit „Hollywood Reporter“: „‚Matrix‘ entstand aus einer Menge Wut und Zorn, Wut über den Kapitalismus und Unternehmensstrukturen und andere Formen der Unterdrückung. Diese brodelnde, schäumende Wut in mir drehte sich um meine eigene Unterdrückung, da ich mich dazu zwang, mein Coming-Out zu unterdrücken.“

„Jetzt bin ich geoutet…“

Dass ihre Arbeit anderen in der Transcommunity hilft, freut Lilly besonders: „Jetzt bin ich geoutet und ein lebendiges Beispiel von jemandem, der als Transfrau alt werden kann. Transpersonen können diese Filme durch die Linse meines Transseins und ihres Transseins sehen.“

Die Arbeit am vierten „Matrix“-Teil geht derweil trotz der derzeitigen Corona-Situation weiter. Die Produzenten des Streifens, in dem Keanu Reeves, Carrie-Ann Moss, Neil Patrick Harris und Jonathan Groff zu sehen sein werden, wollten so schnell wie möglich wieder ans Set, wie „Variety“ berichtete.

Deshalb wurden neue Verträge abgeschlossen, die die Schauspieler bis zum 6. Juli zum Dreh verpflichten. Vor Ausbruch der Corona-Krise wurde in San Francisco und Berlin gedreht, noch fehlen jedoch einige Szenen, um den lang erwarteten Streifen zu komplettieren. (Bang)

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