Matt Damon in Cannes über seine Rolle als Papa

Schauspieler Matt Damon bei den 74. Internationalen Filmfestspielen in Cannes.
Schauspieler Matt Damon bei den 74. Internationalen Filmfestspielen in Cannes.

Vianney Le Caer/Invision/AP/dpa

09.07.2021 16:00 Uhr

Der US-Schauspieler hat sich leicht in seine Rolle als Vater einer inhaftierten Tochter im Thriller „Stillwater“ hineingefunden. Er kennt auch den Grund, warum ihm die Rolle leicht fiel.

Das Vatersein hat dem Hollywoodstar Matt Damon beim Schauspielern geholfen. „Seitdem ich Kinder habe, ist emotional vieles einfacher abrufbar“, sagte der 50-Jährige am Freitag beim Festival Cannes, wo er den Thriller „Stillwater“ vorstellte.

Matt Damon, der einfühlsame Vater

„Alle Eltern können verstehen, dass man so einige Grenzen überschreitet, um seinen Kindern zu helfen“, sagte Oscar-Preisträger Damon („Jason Bourne“, „Good Will Hunting“), der selbst drei Töchter hat. Es sei einfach, sich in die Rolle dieses Vaters einzufühlen, wenn man Kinder habe. Auch Gefühle wie Schuld und Scham könne man als Vater oder Mutter gut nachempfinden.

„Stillwater“ steht vor Kinostart in Deutschland

„Stillwater“ lief beim Filmfest Cannes außer Konkurrenz. Die Tochter wird gespielt von Abigail Breslin, die einst mit der Komödie „Little Miss Sunshine“ bekannt wurde. Regie führte Tom McCarthy, der bereits beim Oscar-prämierten Journalisten-Drama „Spotlight“ hinter der Kamera stand.

„Stillwater – Gegen jeden Verdacht“, wie das Werk bei uns heißt, soll Anfang September auch in Deutschland in die Kinos kommen.

Matt Damon in Cannes über seine Rolle als Papa

© Jessica Forde / Focus Features

Darum geht’s in „Stillwater“

Als seine Tochter während ihres Auslandsstudiums in Südfrankreich wegen Mordverdachts verhaftet wird, reist Bohrarbeiter Bill Baker (Matt Damon) aus Stillwater, Oklahoma, nach Marseille. Obwohl die beiden eigentlich nur wenig Kontakt haben, will er alles daransetzen, ihre Unschuld zu beweisen.

So wenig nahe sich die beiden stehen, so wenig zögert der wortkarge Bill, als Allison (Abigail Breslin) vorgeworfen wird, ihre Freundin getötet zu haben. Vor Ort in Europa macht der reservierte Amerikaner es zu seiner persönlichen Aufgabe, dabei zu helfen, sie zu entlasten und aus dem Gefängnis zu holen.

Matt Damon in Cannes über seine Rolle als Papa

© Jessica Forde / Focus Features

Doch während Allison ihre Unschuld beteuert, sieht sich Bill in der brodelnden Metropole am Mittelmeer zusehends mit Sprachbarrieren, kulturellen Unterschieden und einem komplizierten Justizsystem konfrontiert. Aufgeben ist für Bill, der mit der Zeit eine enge Beziehung zu der Französin Virginie (Camille Cottin) und deren kleiner Tochter aufbaut, keine Option. Je tiefer er allerdings in den brisanten und für Allison immer aussichtsloseren Fall verwickelt wird, desto gefährlicher wird die Situation auch für ihn selbst. Bald muss er sich entscheiden, wie weit zu gehen er auf dieser Reise bereit ist.

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