Samstag, 24. August 2019 22:35 Uhr

Mulan-Star dreht durch: Jetzt bekommt Disney richtig Probleme

Foto: Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

„Mulan“-Star Crystal Liu sorgte für Ärger! Durch ihre aktuellen politischen Äußerungen schürte sie womöglich ziemlich leichtfertig einen internationalen Boykott des Filmes.

Am 26. März 2020 soll das Realfilm-Remake des Zeichentrickfilms „Mulan“ als Realverfilmung in die Kinos kommen. Aber schon sieben Monate vor dem Kinostart rufen viele Menschenrechtsorganisationen zum Boykott des Streifens auf. Der Grund dafür liegt in den politischen Äußerungen des Hauptdarstellerin Crystal Liu zu den aktuellen Protesten in Hongkong.

Mulan-Star dreht durch: Jetzt bekommt Disney richtig Probleme

Foto: Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

„Ich unterstütze die Polizei von Hong Kong“

Seit Juni diesen Jahres protestieren Millionen von Hong Kong-Chinesen in ihrer Heimatstadt für ihre weitere Unabhängigkeit vom Festland und mehr Demokratie im Allgemeinen. Die Polizei ging nach Einschätzungen von Beobachtern gegen die Demonstranten mit unverhältnismäßiger Härte vor.

Die Machthaber in der Hauptstadt Peking wollen davon nichts wissen und scheinen sich für ein hartes Durchgreifen zu rüsten. Auch Schauspielerin Crystal Liu teilt die Ansicht ihrer Regierung. Auf der chinesischen Social Media-Plattform Weibo schrieb sie an ihre 65 Millionen Follower: „Ich unterstütze die Polizei von Hongkong. Ihr könnt jetzt gerne über mich herfallen.“

#BoycottMulan

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. In Windeseile riefen Filmfans weltweit zum Boykott von „Mulan“ auf. Auf Twitter trendet der gleichnamige Hashtag gerade weltweit. Das Filmstudio Walt Disney schwieg bisher zu der gesamten Situation.

Dies überrascht Experten auf Film, Politik und Wirtschaft allerdings kaum. Denn das Regime in Peking ist bekannt dafür auf ausländische Kritik, insbesondere in Bezug auf Menschenrechtsverletzungen, überaus scharf zu reagieren, auch mit wirtschaftlichen Sanktionen. Walt Disney will China als Markt aber auf keinen Fall verlieren.

Mulan-Star dreht durch: Jetzt bekommt Disney richtig Probleme

Foto: imago images / ZUMA Press

Kino-Riese China

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt macht einen großen Teil der Umsätze des Unternehmens aus. Von den 2,8 Milliarden Dollar, die beispielsweise der Blockbuster „Avengers: Endgame“ einspielt, kamen 22 Prozent der Einnahmen auf China. Bei „Mulan“ wird das nicht anders sein.

Die seit über 10 Wochen Hunderttausenden von Demonstranten in Hongkong wollen Disney nun aber zu einer Stellungnahme zwingen. Um dies zu erreichen, heißt es planen sie das Disneyland in der Metropole zu besetzen. Wenn die Polizei auch dort mit Schlagstöcken und Tränengas gegen sie vorgeht, kann das Filmstudio kaum länger schweigen – erhoffen sie sich zumindest.

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