Neu bei Netflix: „Thunder Force“ mit Melissa McCarthy und Octavia Spencer

Neu bei Netflix: "Thunder Force" mit Melissa McCarthy und Octavia Spencer
Neu bei Netflix: "Thunder Force" mit Melissa McCarthy und Octavia Spencer

HOPPER STONE/NETFLIX © 2021.

11.04.2021 22:00 Uhr

Neu bei Netflix im Programm ist die Action-Komödie „Thunder Force“ mit den zwei Superheldinnen Melissa McCarthy und Octavia Spencer.

Sorry, wir müssen gleich mit einer zweifachen Lobhudelei beginnen. Melissa McCarthy ist eine Komödiantin reinsten Wassers und auch hier, in dem von ihrem Ehemann Ben Falcone produzierten Streifen, gibt sie dem Affen Zucker.

Zweimal ist sie schon für den Oscar nominiert worden, einmal 2012 für „Brautalarm“ und das zweite Mal 2018 für „Can you ever forgive me?“. „Thunder Force“ wird garantiert nicht in diese Richtung rutschen, aber wir wollen dieser Leistung der Ex-Darstellerin Sookie aus de „Gilmore Girls“ noch einmal den roten Teppich ausrollen. Keine Frage, die Frau hat ihre Fans.

Neu bei Netflix: "Thunder Force" mit Melissa McCarthy und Octavia Spencer

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Die zweite ungewöhnliche Superheldin in „Thunder Force“ ist eine gänzlich andere Könnerin der Schauspielkunst. Sie ist irgendwie die stillere von beiden, nicht so der Hau-den-Lukas-Typ, aber für einen guten Witz hängen sich beide richtig rein.

Octavia Spencer hat 2012 richtig abgeräumt. Sie gewann sowohl den Golden Globe wie auch den Oscar als Beste Nebendarstellerin für „The Help“. Sie ist nicht nur bienenfleißige Schauspielerin – sie kann Horror („Ma“ 2019 und „Halloween II“ 2009), aber auch Sitcom („Mom“ 2013-2015). Jetzt ist sie auch noch Superheldin und eine witzige noch dazu.

Eine Schulfreundschaft mit klar verteilten Rollen

Die meisten haben ja sicher schon viele Superhelden-Filme gesehen, aber zwei Frauen, die sichtlich nicht durchtrainiert sind und kein Interesse an Action haben, die waren wirklich noch nie dabei, geschweige denn standen sie im Zentrum der Handlung. Emily Stanton (Octavia Spencer) hat ihre Eltern bei einem Überfall von den Miscreants (dt. Schurken) verloren. Miscreants sind die Bösen, so was wie die X-Men in mies; sie haben Superkräfte, die gegen die Menschen eingesetzt werden. Emily ist ein sehr intelligentes Kind und wird von den meisten Kindern in der Schule gemobbt. Wenn die kräftige Lydia Berman (Melissa McCarthy) sie nicht unter ihren Schutz genommen hätte, wer weiß, ob Emilys Karriere so zielstrebig verlaufen wäre. Die beiden engen Freundinnen können den Kontakt nicht über die Schulzeit hinaus halten. Ihre Lebenswege trennen sich: die eine forscht ein Mittel, um den Miscreants beizukommen und die andere stapelt Container.

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Die „Thunder Force“ ist die Frau ab 40

Doch dann zum Klassentreffen kommt alles anders. Lydia macht sich auf den Weg ihre extrem schüchterne Freundin von einst abzuholen und da sie weiß, dass Emily rund um die Uhr arbeitet, taucht sie in deren Firma auf und „Thunder Force“ nimmt Fahrt auf. Die beiden Frauen haben sich lange nicht gesehen, Emily hat es geschafft und die andere wird vom Personal als Dorftrottel bezeichnet. Melissa-McCarthy-Fans dürfen sich schon auf das Gesicht freuen. Dann kommt Tollpatschigkeit ins Spiel und schon ist Lydia unfreiwillig Teil des Projekts gegen die Miscreants. Die Transformation der zwei Ladies zu Superheldinnen ist eine Persiflage auf alle Ausbildungsprogramme für Eliten o.ä..

Mutig: Jason Batemans Arme sind zwei Krebsscheren

Der Kopf der Miscreants ist The King (verlässlich irre: Bobby Canavale), er will die Wahlen für die Stadt Chicago gewinnen. Seine Truppe überfällt immer wieder Banken, aber auch kleine Läden oder Cafes. Zu seinen bösen Buben zählt auch der Krabben-Mann (Jason Batemann), mit dem Melissa McCarthy schon 2013 in „Voll abgezockt“ zusammen gearbeitet hat (Wir lieben die Restaurant-Szene und wünschten uns, der Film wäre dort abgebogen). Bei ihrem ersten Einsatz als „Thunder Force“-Team stoßen sie in einem kleinen Laden auf den Krabben-Mann, als der einen Überfall durchziehen möchte. Die zwei Frauen, von denen die eine ständig der Hafer sticht und die andere immer noch sehr schüchtern ist, schlagen sich wacker. Ihre Kampfansage wird gehört und der Rest ist ein Selbstläufer. Jason Bateman als Krabben-Mann, ist ein halber Miscreant und spielt eine Schlüsselrolle im Kampf gegen das Böse, aber auch erst in Lydias Traumwelt (herrlich!). Später wird Lydia verführt, was die Scheren-Arme hergeben und umgekehrt (noch herrlicher!).

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Fazit

Wie es ausgeht, steht schon im Filmtitel – Zwei lustige Frauen sind die „Thunder Force“. Jenseits von den bierernsten Weltrettern aus dem Avenger-Universum bietet die Action-Komödie eine rührige Freundinnen-Story bis solide witzige Unterhaltung mit Hang zu Trash und Klamauk. (Kinotante Katrin)