Freitag, 18. Januar 2019 23:26 Uhr

Nicole Kidman über ihre neue Rolle: „Ich wollte, dass sie echt ist“

Es ist eher selten, dass sich Hollywood-Lady Nicole Kidman nicht top gestyled und perfekt geschminkt und frisiert der Öffentlichkeit präsentiert. Jetzt verriet die Schauspielerin, was hinter ihrer enormen, äußerlichen Veränderung in ihrem neuen Film „Destroyer“ steckt (wir berichteten). Sie habe sich mal komplett verändern wollen, um ihre Rolle als eine verzweifelte Polizistin richtig „echt“ spielen zu können.

Nicole Kidman über ihre neue Rolle: "Ich wollte, dass sie echt ist"

Foto: Concorde Filmverleih GmbH

Die Schauspielerin erhielt kürzlich eine Nominierung für den Golden Globe für die Verkörperung der LAPD-Beamtin Erin Bell, die von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, nachdem ein Undercover-Job in der kalifornischen Wüste tragisch endete.

Nicole war in dem Neo-Noir-Film kaum wieder zu erkennen. Sie trägt kurze, braune Haare, zeigt sich mit dunklen Augenringen und einem dem eher einfachen Look einer Kleinstadt-Polizistin. Fast wie ungeschminkt.

Jetzt erzählte die Australierin gegenüber „I Newspaper“, wie sehr sie mit ihrer Rolle verschmolzen sei. „Ich wollte, dass sie echt ist. Gebt mir einfach eine Frau, die sich selbst total vernachlässigt, viel trinkt, eine Menge Drogen nimmt, keine Selbstachtung und kein Selbstvertrauen besitzt und manchmal sogar in ihrem Auto schlafen muss“.

Die  jährige fügte hinzu: „Sie schläft nicht viel und sie nimmt Medikamente. Sie befindet sich in einer brutalen, rauen Umgebung. Sie sehnt sich nach einem guten und liebevollen Leben, aber sie ist mürrisch und fühlt sich einfach nur beschissen“.

Das Outfit nahm sie mit nach Hause

Weiter erklärte sie: „Mir war nicht bewusst, dass das alles so schnell verschwimmen und miteinander verschmelzen kann. Ich kam da gar nicht mehr raus. Die Hälfte der Zeit trug ich mein Outfit aus dem Film auch zu Hause, weil ich mich nicht umziehen wollte und konnte. Ich nahm die Depression und den Schmerz  – und das nihilistische Verhalten – einfach mit“.

In einem Gespräch mit der „New York Times“ verriet Kidman außerdem, wie sie sich am besten für die Rolle vorbereitete. So gab sie unter anderem zu, dass sie am Set oft geschrien hätte, um sich auf die harten Szenen des Films besser einstellen zu können. Sie habe während der intensiven Dreharbeiten nicht mit anderen Leuten gesprochen.

„Sie ist eine gefährliche Person. Oft habe ich ein lautes Brüllen oder Knurren von mir gegeben. Ich weiß, wie verrückt das klingt. Wenn ich am Set aufgetaucht bin, habe ich niemandem gesprochen. Das ist einfach Erin“.

Der Film ist ab 14. März 2019 bei uns in den Kinos zu sehen. (SV)

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