20.09.2020 14:30 Uhr

«Pelikanblut»: Nina Hoss als alleinerziehende Mutter

Eine alleinerziehende Mutter adoptiert ein Kind aus Bulgarien. Das Mädchen stellt jedoch die Mittvierzigerin vor schier unlösbare Aufgaben.

Temelko Temelkov/DCM/dpa

„Pelikanblut“ ist der zweite Langfilm einer Regisseurin, der es vor sieben Jahren gelungen war, mit ihrem „Tore tanzt“ zu den wichtigen Filmfestspielen von Cannes eingeladen zu werden.

Und das, obwohl es sich bei dem Drama, in dessen Mittelpunkt ein von epileptischen Anfällen geplagter jungen Punker steht, um ihren Erstling handelte. Die Regisseurin heißt Katrin Gebbe (Jahrgang 1983), sie stammt aus dem Nordwesten Deutschlands und sie hat, unter anderem auch schon für den „Tatort“ gearbeitet.

In „Pelikanblut“ nun geht es um eine Adoptivmutter, die für ihre Kinder zu fast allem bereit ist. Alleinerziehend lebt die von Nina Hoss („Barbara“) verkörperte Mittvierzigerin auf einem ziemlich pittoresken Pferdehof. Sie kümmert sich um Polizeipferde, trainiert diese. Wiebke, so ihr Name, hat bereits eine neunjährige Adoptivtochter (Nikolina), nun soll mit der fünfjährigen Raya noch eine weitere dazukommen.

Raya stammt aus Bulgarien – und das kleine Mädchen muss, das macht der Film (auch das Drehbuch zu „Pelikanblut“ kommt von Katrin Gebbe) recht bald klar, bereits einige traumatisierende Erlebnisse hinter sich haben. Adoptivmutter Wiebke wird durch Rayas Verhalten vor schier unlösbare Aufgaben gestellt.

Uraufgeführt wurde Pelikanblut bereits im August des Jahres 2019 im Rahmen der Filmfestspiele von Venedig – dort durfte er die Nebensektion „Orizzonti“ eröffnen. In Deutschland wurde die deutsch-bulgarische (ab 16 freigebene) Koproduktion erstmals im September 2019 beim Filmfest Hamburg gezeigt.

Pelikanblut, Deutschland, Bulgarien 2019, 121 Min., FSK ab 16, von Katrin Gebbe, mit Nina Hoss, Katerina Lipovska, Yana Marinova

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