Samstag, 7. März 2020 00:31 Uhr

Preview „Monos – Zwischen Himmel und Hölle“: Adrenalinrausch im Dschungel

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Der kolumbianisch-ecuadorianische Regie-Shootingstar Alejandro Landes erzählt in süchtig machenden Bildern ein abgründiges „Herr der Fliegen“- Inferno im Dschungel. Der Adrenalinrausch ist einerseits ein wildes Abenteuer und ein Blick in die Psyche einer jahrzehntelang vom Krieg gezeichneten Gesellschaft. Landes vereint den positiven Wahnsinn eines Werner Herzog, der für „Fitzcarraldo“ ein echtes Schiff einen Berg hochziehen ließ, mit der technischen Perfektion eines James Cameron.

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Darum geht’s

In einer abgelegenen Bergregion irgendwo in Lateinamerika absolviert ein aus Teenagern bestehender Rebellentrupp militärische Übungen, während sie im Auftrag einer Guerillagruppe, die nur als „die Organisation“ bekannt ist, eine Lösegeld für eine Gefangene erpresst und die zwangsrekrutierte Milchkuh Shakira bewacht. Ein Angriff aus dem Hinterhalt treibt die Gruppe in den Dschungel, ihr komplexes Beziehungsgeflecht zerreißt und die Aggression innerhalb der Gruppe beginnt zuzunehmen.

Über die Bedeutung des Filmtitel „Monos“ klärte der Regisseur auf: „Im Spanischen ist es ein gängiger Präfix und geht zurück auf das griechische
Wort für ‚allein‘.“ Die ist zudem auch der Codename für den Trupp im Film.

„Hinsichtlich der Handlung ist es ein langer Weg von der engen Bande zwischen den Jugendlichen zu Beginn des Films und der ‚Last Man Standing‘-Mentalität am Ende.“

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Landes‘ Grundgedanke war, von der Geschichte bis hin zum Produktionsdesign eine zeitlose Welt zu erschaffen – inspiriert vom kolumbianischen Krieg.

„Dort lebt diese Gruppe Jugendlicher, die von einer unbekannten Macht ausgebildet und behütet wird. Sie befinden sich als Teil einer geheimen Armee auf einer Mission, sind Soldaten in den hinteren Reihen eines Krieges, aber auch einfach nur eine eingeschworene Gemeinschaft.“

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Über die Gewaltdarstellungen in dem Film sagte er: „Gewalt ist ein untrennbarer Bestandteil des Krieges und daher unvermeidbar für den Trupp und seine Geisel. Ich wollte die Gewalt weder übertrieben blutig noch romantisiert darstellen, wodurch diese gerne unterhaltsam oder mutig wirken soll. Vielmehr wollte ich eine authentische, abschreckende Wirkung erzielen, die selbst die Person verstört, die sie ausübt.“

Kinostart ist am 2. April.

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