28.12.2019 21:46 Uhr

Sam Mendes über sein heiß erwartetes Kriegsepos „1917“

2019 Universal Pictures and Storyteller Distribution Co., LLC.

Die Jahreszahl „1917“ ist der schlichte Titel des Kriegsfilms von Oscar-Preisträger Sam Mendes. Alles andere als schlicht waren die Vorbereitungen für den Film. Der Film startet am 16. Januar in den deutschen Kinos

In „1917“ geht es darum, wie zwei britische Soldaten eine Warnung vor einem Hinterhalt überbringen müssen. Der Haken ist, dass sie dazu frontal den englischen Schützengraben in Richtung deutscher Feind verlassen müssen – dummerweise zu Fuß.

Sam Mendes über sein heiß erwartetes Kriegsepos "1917"

2019 Universal Pictures and Storyteller Distribution Co., LLC.

Um das Kriegsepos „1917“ mit den Jungschauspielern Dean-Charles Chapman und George MacKay so realistisch und detailgetreu darstellen zu können, hat das Team um Sam Mendes keine Mühen und Aufwand gescheut.

Der Blick aller Beteiligten hat auf Tiefenschärfe gestellt und auch die kleinste Kleinigkeit in Sachen Kriegshandwerk wurde groß gedacht.

Sam Mendes über sein heiß erwartetes Kriegsepos "1917"

2019 Universal Pictures and Storyteller Distribution Co., LLC.

Historische Präzision war wichtig

1917. Wie war das, jung zu sein, einberufen zu werden oder sich freiwillig gemeldet zu haben? Und dann noch in einem Schützengraben zu hocken? Auf Befehl diesen verlassen zu müssen und dann, bitteschön, noch wie lange zu leben? Dieses Bild ist nur eine Momentaufnahme, ein ganz kleines Puzzleteil und doch ergibt es ein einen riesigen Themenbogen, zusammen mit den anderen großen Fragen, die den britischen Regisseur Sam Mendes umtreiben. Da wären die Themen wie z. B. der Unsinn bewaffneter Konflikte oder Auslöschung einer ganzen Generation, die Sam Mendes beschäftigt haben.

„Die Frage der historischen Genauigkeit war uns sehr wichtig“, sagte Mendes dem britischen ‚Guardian‘. „Wir hatten zwei sehr gute historische Berater, Andy Robertshaw und Peter Barton, die weltberühmt sind. Und ein Militärberater, Paul Biddiss, der ebenfalls brillant war.“

„1917“ setzt in Nordfrankreich ein. Die unter Hindenburg-Linie oder auch „Siegfriedstellung“ in die Geschichte eingegangene Defensiv-Stellung der deutschen Truppen bildet den historischen Hintergrund. Mendes Großvater, Alfred H. Mendes, hat die Geschichte berichtet und seinem Andenken ist der Film gewidmet.

Sam Mendes über sein heiß erwartetes Kriegsepos "1917"

2019 Universal Pictures and Storyteller Distribution Co., LLC.

Der Filmemacher hat seit den Berichten immer wieder über die Kriegsgeschichten nachgedacht. Wie dicht Leben und Tod beisammen liegen und ganz besonders diese brandgefährliche Auftrag, das Überbringen der Warnung vor dem Hinterhalt – das hat ihn nicht losgelassen.

Das Resultat ist ab 16. Januar auf der großen Leinwand zu erleben. Innovativ wie Mendes ist – in einer Kamerafahrt!

Sam Mendes über sein heiß erwartetes Kriegsepos "1917"

2019 Universal Pictures and Storyteller Distribution Co., LLC.