Schauspieler Herbert Köfer mit 100 Jahren gestorben

Schauspieler Herbert Köfer ist im Alter von 100 Jahren gestorben.
Schauspieler Herbert Köfer ist im Alter von 100 Jahren gestorben.

Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

25.07.2021 20:55 Uhr

Ob Theater, Film oder Fernsehen: Herbert Köfer war in der DDR und auch nach dem Mauerfall Schauspieler mit vollem Terminplan. Selbst als Renter hatte er niemals Zeit - wie in seiner Paraderolle.

Er stand noch mit fast 100 Jahren auf der Bühne. Herbert Köfer, einer der bekanntesten Schauspieler der DDR und auch nach dem Mauerfall erfolgreich, ist am Samstag im Alter von 100 Jahren gestorben. Das teilte seine Witwe Heike Köfer der dpa mit.

Der gebürtige Berliner stand rund 80 Jahre auf der Bühne. Er war Theater- und Filmschauspieler, Moderator und Synchronsprecher. Vor allem in seiner Paraderolle als Opa Paul Schmidt in der DDR-Fernseh-Serie „Rentner haben niemals Zeit“ spielte er sich in die Herzen der Zuschauer.

Arbeit hielt Köfer jung

Köfer war von Anfang an ein prägendes Gesicht des DDR-Fernsehens: 1952 verlas er dort die ersten Nachrichten – in der „Aktuellen Kamera“. Auch bei der letzten Sendung an Silvester 1991 war er dabei. Der Mime spielte in DEFA-Filmen wie „Nackt unter Wölfen“ (1963) mit und nach der Wende in beliebten TV-Serien wie „In aller Freundschaft“, „SOKO Leipzig“ oder „Ein starkes Team“ und in unzähligen TV-Fernsehschwänken.

„Ich lebe mit jeder Vorstellung, jeder Lesung und jedem Tag, an dem ich spiele auf“, hatte er selbst sein Lebenselixier beschrieben, aus dem er Kraft und Energie schöpfte. Die Arbeit halte ihn jung, hatte Köfer immer wieder betont.

Köfer war der älteste Schauspieler Deutschlands und galt weltweit auch als der älteste „noch aktive“ Schauspieler. Im „Guinness Buch der Rekorde“ findet er sich als ältester noch aktiver Trabrennfahrer. Im Herbst wollte Köfer noch einen letzten Film für die ARD-Reihe „Horst Krause“ drehen und danach die Schauspielerei endgültig an den Nagel hängen.

(dpa/KT)