01.11.2020 16:30 Uhr

Sean Connery: Sechs 007-Klassiker und ein Remake

Sag niemals nie. Zweimal hängte Sean Connery den Job als 007 an den Nagel und überlegte es sich dann doch anders. Insgesamt siebenmal stand er als James Bond vor der Kamera. Sein letzter Film zählt allerdings nicht zur offiziellen James-Bond-Reihe.

Pa/PA/dpa

Von der Rolle seines Lebens hatte Sean Connery schon nach wenigen Jahren genug. Nach fünf James-Bond-Filmen in fünf Jahren quittierte er den Geheimdienst Ihrer Majestät. Zweimal kehrte er allerdings als Geheimagent 007 zurück. Eine Übersicht.

„James Bond – 007 jagt Dr. No“ (1962)

Der erste James-Bond-Kinofilm machte Sean Connery über Nacht zum Weltstar und Sexsymbol. Legendär, wie sich Connery in einem Londoner Spielcasino zum ersten Mal als „Bond, James Bond“ vorstellt, während er sich lässig eine Zigarette ansteckt. Mindestens genauso berühmt ist die Szene, in der Ursula Andress aus dem Wasser steigt.

„Liebesgrüße aus Moskau“ (1963)

Der harte Spionagethriller, der sich sehr nah an der Romanvorlage hält, spielt vor dem Hintergrund des Kalten Krieges. Bond versucht, den Russen eine Dechiffriermaschine zu stehlen, tappt aber in eine Falle. Höhepunkt ist ein brutaler Kampf in einem Zugabteil zwischen Bond und einem Auftragsmörder. Bösartig: Lotte Lenya als Rosa Klebb.

„Goldfinger“ (1964)

Der wohl berühmteste James-Bond-Film mit dem Titelsong von Shirley Bassey etablierte endgültig die Formel: schöne Frauen, ein größenwahnsinniger Superschurke (Gert Fröbe in der Titelrolle) und die Gadgets von Waffenmeister Q, darunter der berühmte Aston Martin DB5. Legendär: Das mit Gold bemalte Mordopfer Jill auf Bonds Bett.

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„Feuerball“ (1965)

Der kommerziell erfolgreichste James-Bond-Film der 60er Jahre spielt in großen Teilen unter Wasser. Denn dort hat Oberschurke Largo zwei gestohlene Atomraketen versteckt. Sean Connery tauchte für eine Szene sogar mit Haien und kam ihnen näher als geplant. Dabei kam es fast zum Unglück, aber der Schauspieler sprang rechtzeitig aus dem Becken.

„Man lebt nur zweimal“ (1967)

In Japan geht James Bond der Entführung zweier Raumschiffe auf den Grund. Dass Connery zu diesem Zeitpunkt längst von 007 die Nase voll hatte, merkt man ihm vor der Kamera nicht an. Mit Witz und Charme spielte der Schotte seinen vermeintlich letzten Bond-Film und verabschiedete sich dann von der Rolle. Aber nur vorübergehend.

„Diamantenfieber“ (1971)

George Lazenby hatte als neuer Bond eine gute Figur gemacht, lehnte aber einen Vertrag über weitere Filme ab. Den Produzenten gelang es, Connery mit viel Geld zu einem Comeback zu überreden. Der mitunter klamaukige Film ist überdreht, aber unterhaltsam. Modisch gewagt: Connerys rosafarbene Krawatte.

„Sag Niemals Nie“ (1983)

Roger Moore hatte sich längst als 007 etabliert, als Connery zusagte, in einem „Feuerball“-Remake noch einmal Bond zu spielen. Der Film, in dem auch Klaus Maria Brandauer und Kim Basinger mitwirken, lief 1983 in Konkurrenz zu Moores offiziellem Bond-Film „Octopussy“. Möglich war das aufgrund einer komplizierten Rechtslage. Die Fans freute es.

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