Netflix-Hit „Selling Sunset“: Echter Arbeitsalltag oder knallhartes Skript?

Desireé OostlandDesireé Oostland | 07.12.2021, 23:00 Uhr
Netflix-Hit „Selling Sunset": Echter Arbeitsalltag oder knallhartes Skript?
Netflix-Hit „Selling Sunset": Echter Arbeitsalltag oder knallhartes Skript?

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Erst seit Ende November ist die vierte Staffel der Serie „Selling Sunset" auf Netflix verfügbar. Die Serie spielt rund um die „Oppenheim Group", ein Maklerbüro welches Luxusanwesen in Los Angeles verkauft. Doch das Geschäft wird in der Serie wird immer mehr zu Nebensache.

Eigentlich geht es vielmehr um: Luxus, Geld, Drama und Sex – all das, was das Herz eines echten Reality-Fan zum Strahlen bringt.

Eine Menge Drama zwischen den Protagonistinnen

Reality-Fans kommen bei „Selling Sunset“ vollends auf ihren Geschmack: Denn es gibt jede Menge Einblicke des luxuriösen Lebens in Los Angeles zwischen Arbeitsalltag, aufregenden Hochzeiten, Scheidungen, Zickereien und Affären.Eine der Protagonistinnen verriet bereits, dass auch die fünfte Staffel in wenigen Monaten erscheinen wird. Doch bis dahin fragen wir uns: Kann soviel Drama und Glamour wirklich Realität sein?

Wenn es einen Slogan gibt, der die Serie gut beschreiben würde, dann wäre das: „Erfolg macht sexy“! Vor allem die beiden Zwillingsbrüder, die die „Oppenheim Group“ gegründet haben profitieren von ihrem Status in Los Angeles und werden sowohl von ihren hübschen Mitarbeiterinnen, als auch von anderen Frauen bewundert. Die Millionen-Provision, die bei dem Verkauf solcher Luxusanwesens rausspringt, muss schließlich auch ausgegeben werden.

Selling Sunset: Schauspiel oder wahrer Arbeitsalltag?

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Jede Menge Drama zwischen den Protagonistinnen

Chrishell Stause, Christine Quinn, Maya Vander, Mary Fitzgerald, Heather Young und Davina Potratz sind bereits  Protagonistinnen seit den letzten Staffeln. In der neuen Staffel haben sie  glamourösen Zuwachs bekommen: Vanessa Villela und Emma Hernan. Alle Frauen sind auf der Website der „Oppenheim Group“ als Ansprechpartnerinnen für exklusivste Immobilien zu finden.

Selling Sunset: Schauspiel oder wahrer Arbeitsalltag?

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Red Carpet oder Office-Look?

Es ist kein Geheimnis, dass Los Angeles nicht die Stadt der Jogginghose und Schlabberlooks ist. Doch die Office-Outfits der „Selling Sunset“- Girls erinnern oftmals an die Art von Red-Carpet-Looks, die man ohne ein 10-Köpfiges Team nicht hinbekommen kann.

Pompöse Outfits gehören in der Immobilienbranche in LA offenbar zu einem guten Ton. Doch wer denkt, dass die Frauen sich dort jeden Tag so zurecht machen, hat sich getäuscht. Die Maklerin Heather Young zeigte erst kürzlich auf einem TikTok Video – abseits der Dreharbeiten – dass sie auch anders kann. Ein Fan der Serie machte ein Foto vor dem Oppenheim-Office, Heather ging raus und überraschte die Frauen spontan. Ihr Look: Pyjama-Hose und lässiges T-Shit. Na also!

Selling Sunset: Schauspiel oder wahrer Arbeitsalltag?

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Sind die Handlungen gescripted?

Umstritten ist jedoch, ob die Handlungen, Verkäufe und Besichtigungen der Serie wirklich real sind. Zuvor kamen Unstimmigkeiten ans Licht, bei denen zum Beispiel das Hochzeitsdatum von Maklerin Mary Fitzgerald laut Heiratsurkunde ein völlig anderes war, als in der Show angegeben. Auch der dramatische Abgang von Chrishell auf Christines Hochzeit entpuppte sich später als unwahr.

All das sind Gründe, weshalb die Zuschauer an der Echtheit der Serie zweifeln.

Selling Sunset: Schauspiel oder wahrer Arbeitsalltag?

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Auch Stars vermuten „Selling Sunset“ sei gespielt

Chrissy Teigen, die Frau von Sänger John Legend steht dem Thema Realität bei „Selling Sunset“ eher kritisch gegenüber. Auf Twitter schrieb sie: „Ich schaue viel auf Immobilien in LA und habe noch nie einen dieser Leute gesehen, auch nicht unsere Agenten, die ich gefragt habe“.

Doch „Oppenheim Group“- Chef Jason Oppenheim twitterte daraufhin: „Chrissy, danke, dass du unsere Show gesehen hast! Was die Kenntnis deines Maklers über Mitglieder meines Teams angeht, so kenne ich ihn respektvollerweise auch nicht, was aber nicht heißt, dass er nicht erfolgreich ist und dir nicht gerade ein atemberaubendes Haus in Weho verkauft hat (im Ernst, ich liebe dein neues Haus)“. Eine plausible Antwort auf Chrissys Vermutung.

Fazit: Aufgehübschte Reality-Show

Es scheint so, als wäre die Basis der Geschichte echt. Auch die Jobs der Maklerinnen sind wahre Jobs, die sie ausüben. Hier und da wurde zur Unterhaltung etwas hinzugefügt, geändert, weggelassen oder einfach nochmal nachgedreht, um es Netflix-tauglich zu machen. Doch das ist uns doch allemal lieber, als etwas zu verpassen, denn die Serie tut eines auf jeden Fall: Sie unterhält.