08.06.2020 23:23 Uhr

Sex-Szenen wegen Corona nur noch computeranimiert?

Kostsov/Shutterstock

In Hollywood könnten demnächst intime Szenen computeranimiert dargestellt werden. Die Filmindustrie will nach der monatelangen Corona-Isolation und gezwungenen Produktionsstopps aus Sicherheitsgründen nun endlich wieder an die Arbeit gehen.

Um aber weiterhin zumindest einen Teil der Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten, sollen aus Produktionen, die den Dreh bereits wieder aufnehmen, intime Szenen entweder umgeschrieben oder gestrichen werden. Wo sie unverzichtbar sind, steht nun die Möglichkeit der Computeranimation im Raum.

In einem 22-seitigen Dokument der Berufsvertretung der Filmproduzenten heißt es laut der „Bizarre“-Kolumne der Zeitung „The Sun“, dass Szenen, in denen Schauspieler sich unter normalen Umständen nahekommen würden „entweder umgeschrieben, herausgestrichen oder computeranimiert“ werden sollen.

Das sind die Vorkehrungen

Darüber hinaus werden alle Schauspieler und Schauspielerinnen, die in nächster Zeit an Sets zurückkehren, eine offizielle Einführung in das korrekte Händewaschen erhalten. Vorsprechen können demnächst hinter Plexiglas abgehalten werden und jeder Mitarbeiter am Set darf einmal am Tag zu einem Corona-Test aufgefordert werden.

Ferner sollen Crew-Mitglieder, die hinter der Kamera arbeiten, Masken und Visiere tragen und Live-Publikum für TV-Shows ist bis auf weiteres ebenfalls nicht erlaubt. Tom Cruise und seine „Mission: Impossible 7“-Kollegen handhaben die Sicherheit ähnlich. Die Crew übernahm kürzlich einen verlassenen RAF-Standpunkt in Oxfordshire, wo weiter gedreht werden soll. Die Besetzung bekommt außerdem einige kleine Wohnwagen, damit die Stars voneinander getrennt sind.

Auch in Deutschland gibt es ein von verschiedenen Branchen-Verbänden entwickelte Konzeptpapier zum Dreh von Filmen in Corona-Zeiten. Für Filmemacher Til Schweiger liest sich das laut dpa wie eine Realsatire: „So kann man keinen Film drehen.“

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