„Sommer 85“: Lovestory mit viel 80er-Jahre-Musik, aber ohne Happy End

"Sommer 85": Lovestory mit viel 80er-Jahre-Musik, aber ohne Happy End
"Sommer 85": Lovestory mit viel 80er-Jahre-Musik, aber ohne Happy End

@ Wild Bunch Germany

21.03.2021 22:30 Uhr

Frankreichs Meisterregisseur François Ozon präsentiert mit seinem 19. Spielfilm eine Lovestory über die erste große Liebe zwischen zwei Teenagern.

„Sommer 85“ ist inspiriert durch den Roman „Tanz auf meinem Grab“ von Aidan Chambers. François Ozon war von der romantischen Geschichte derart begeistert, dass er sie bereits zu Beginn seiner Karriere verfilmen wollte. Mit 18 Jahren verfasste er ein erstes Drehbuch, es sollte jedoch 35 Jahre dauern, bis der Film entstand.

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Soundtrack der 80er

Passend zu den 80er-Jahren wurde auf klassischem Super 16-Film gedreht und auch der Soundtrack, der von The Cure über Bananarama bis zu Rod Stewart reicht, ist ein Trip in diese Zeit. Die Hauptrollen spielen die leinwandpräsenten Newcomer Benjamin Voisin und Félix Lefebvre – der nicht nur äußerlich an River Phoenix erinnert.

Ozon knüpft mit diesem umwerfend charmanten Coming-of-Age-Drama an seine frühen Filme wie „Swimming Pool“ und „Unter dem Sand“ an. „Sommer 85“ lief in der „Sélection Officielle 2020“ des Internationalen Filmfestival Cannes.

Geplanter Kinostart ist am 27. Mai. So es die Pandemie will. Einen deutschen Trailer gibt es leider noch nicht.

Darum geht’s in „Sommer 85“

Ein heißer Sommer in der Normandie, 1985: Der 16-jährige Alexis (Félix Lefebvre) verbringt die Ferien gemeinsam mit seinen Eltern in einem kleinen malerischen Örtchen an der Küste. Als ihn eines Tages ein überraschend aufziehendes Unwetter in seiner kleinen Segeljolle zum Kentern bringt, wird er wie durch ein Wunder von dem etwas älteren David (Benjamin Voisin) gerettet. Eine große, besondere Sommerliebe nimmt ihren Anfang, doch nach wenigen Wochen wird das unbeschwerte Liebesglück der beiden Teenager getrübt.

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Eifersüchtig stellt Alex fest, dass sein Freund bis 4 Uhr früh am Strand mit einer neuen Bekanntschaft verbrachte. Der flotte Flirt mit dem attraktiven Au-pair-Mädchen Kate (Philippine Velge) wird das Fass schließlich zum Überlaufen bringen. „Das war der Anfang vom Ende“, blickt
der Held auf eine gemeinsame Bootsfahrt zu dritt zurück.

Am Morgen danach wird die Beziehung in die Brüche gehen, nach „6 Wochen, 1008 Stunden, 3.628.800 Sekunden“, wie Alex vorrechnet.

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Dem großen Streit folgt die große Tragödie. „Du hast ihn umgebracht!“, schreit die Mutter den Freund ihres Sohnes an. Alex ist unendlich traurig. Mit Hilfe von Kate gelingt es ihm, einen letzten Blick auf den toten David zu werfen. Und Alex wird sein Versprechen um jeden Preis einlösen: Zu den Walkman-Klängen von „I am Sailing“ von Rod Stewart stellt sich der Teenager in der Nacht auf das frische Grab seines Freundes …