Montag, 26. März 2018 13:49 Uhr

Steven Spielberg: Netflix-Filme verdienen keine Oscars!

Steven Spielberg findet, dass Netflix-Filme keinen Oscar verdient haben. Der 71-jährige Filmemacher wurde bereits selbst vier mal mit dem prestigeträchtigen Filmpreis ausgezeichnet. Nun argumentierte er, dass der Film- und TV-Streaming-Anbieter nicht dazu berechtigt sein sollte, eine der heiß begehrten, goldenen Statuen zu gewinnen. Das ist die Arroganz eines etablierten Filmemachers.

Steven Spielberg: Netflix-Filme verdienen keine Oscars

Foto: IPA/WENN.com

Im Gespräch mit ‚ITV News‘ erklärte er: „Sobald du dich dem Fernsehformat verschrieben hast, bist du ein Fernsehfilm. In der Tat verdienst du einen Emmy, wenn die Serie gut ist, aber keinen Oscar. Ich glaube nicht, dass Filme, die für weniger als eine Woche in einigen Kinos nur symbolische Qualifikationen erhalten, sich für eine Oscar-Nominierung qualifizieren sollten.“

Mit seiner Aussage spielt der Regisseur auf Dee Rees‘ Netflix-Film ‚Mudbound‘ an. Dieser erhielt bei den diesjährigen Oscars insgesamt drei Nominierungen in den Kategorien Bestes Adaptiertes Drehbuch, Beste Kamera und Beste Nebendarstellerin. Der Film wurde jedoch nur eine Woche in den Kinos in New York und Los Angeles gezeigt. Spielberg ist nicht der Einzige, der Kritik im Hinblick auf die beliebte Streamingseite äußerte. Auch ‚Inception‘-Regisseur Christopher Nolan kritisierte Netflix dafür, dass es seine eigenen Filme nicht in die Kinos bringt.

Netflix und ein „bizarres Model“

In einem Interview mit ‚Indiewire‘ merkte er an: „Netflix hat eine bizarre Abneigung gegen die Unterstützung von Kinofilmen. Sie haben diese gedankenlose Taktik, dass alles gleichzeitig gestreamt und freigegeben werden muss, was offensichtlich ein unhaltbares Modell für Kinoaufführungen ist. Sie kommen daher nicht mit ins Spiel und ich glaube, dass sie eine riesige Gelegenheit verpassen.“ Nolan denkt außerdem, dass durch Netflix die Kinos stillgelegt werden. „Ich denke, dass das Geld, das Netflix in interessante Filmemacher und interessante Projekte investiert, bewundernswerter wäre, wenn es nicht als eine Art bizarres Druckmittel für die Schließung von Kinos eingesetzt würde“, fügte er hinzu.

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