Dienstag, 20. August 2019 14:08 Uhr

Til Schweiger, Jürgen Vogel und Heike Makatsch in Krebs-Drama

Viola-Franziska Bloess (UFA FICTION), Jürgen Vogel, Tommy Wosch (UFA FICTION), Sinje Irslinger, Philipp Steffens (RTL), Regisseur André Erkau, Max Conradt (Universum), Heike Makatsch und Max Hubacher (v.l.n.r.). Foto. Universum Film

In Nordrhein-Westfalen ist kürzlich die erste Klappe für „Gott! Du kannst ein Arsch sein“ gefallen. Inspiriert von einer wahren Begebenheit feiert der Film das Leben und ist mit Heike Makatsch, Til Schweiger (diesmal „nur“ als Schauspieler vor der Kamera), Jürgen Vogel, Benno Fürmann („Babylon Berlin“), Jasmin Gerat („Kokowääh“), Dietmar Bär („Tatort“) und Inka Friedrich („Sommer vorm Balkon“) sowie Max Hubacher („Der Hauptmann“) und der jungen Sinje Irslinger in ihrer ersten Kinohauptrolle prominent besetzt.

Verfilmung von Bestseller-Buch

Inspiriert vom gleichnamigen Buch mit der wahren Geschichte von Stefanie Pape, aufgeschrieben von ihrem namensgleichen Seelsorger und Sterbebegleiter Frank Pape aus Preußisch Oldendorf, erzählt der Film von einer zutiefst bewegenden, tragikomischen Reise. Kinostart soll im Herbst 2020 sein.

Til Schweiger, Jürgen Vogel und Heike Makatsch in Krebs-Drama

Schauspielerin Sinje Irslinger. Foto: imago images / Sven Simon

Nach einer wahren Geschichte

Stefanie hatte 2014 mit 15 Jahren erfahren, dass sie Lungenkrebs hat und in sechs bis zwölf Monaten sterben werde. Unter den 10 Dingen, die sie noch machen wollte, standen „Omas Pflaumenkuchen essen, durch den McDrive reiten, in die Disco gehen“ und eben ein Ausritt mit ihrer geliebten Stute Luna. So verbrachte sie schließlich die letzten Wochen ihres kurzen Lebens auf einem Reiterhof.

Im Dezember 2014 endete dort auch Stefanies 296 Tage dauernder Kampf gegen den Krebs. Frank Pape sagte damals der ‚Bild‘-Zeitung: „Am zweiten Weihnachtsfeiertag entschied sie, keine Medikamente mehr zu nehmen. Sie wog nur noch 48 Kilogramm bei einer Größe von 1,69 Meter. Sie hat gemerkt, dass sie nicht mehr kämpfen kann“.

Darum geht’s

Die 16-jährige Steffi (Sinje Irslinger) hat soeben ihren Realschulabschluss gemacht und steckt voller Tatendrang. Sie freut sich auf die Abschlussfahrt nach Paris und plant eine romantische Nacht in der Stadt der Liebe mit ihrem Freund Fabi (Jonas Holdenrieder). Nach der Klassenfahrt soll dann Steffis Berufswunsch in Erfüllung gehen – mit einer Ausbildung als Polizistin. Doch bei Routineuntersuchungen werden Auffälligkeiten in ihrem Blutbild festgestellt und bald darauf ist klar: Es ist Krebs. Unheilbar. Die Welt von Familie Pape bricht zusammen.

Ihre Eltern Eva (Heike Makatsch) und Frank (Til Schweiger) hoffen auf ein Wunder. Die Abschlussfahrt? Undenkbar, mit dieser Diagnose! Nicht jedoch für Steffi. Als sie den Zirkussohn und Motorradakrobaten Steve (Max Hubacher) kennenlernt, der vor seinem autoritären Vater (Jürgen Vogel) flüchtet und ihr kurzerhand anbietet, sie nach Paris zu fahren, zögert sie nicht. Mit geklautem Auto und ohne Geld machen sich die beiden auf den Weg.

Eva und Frank wollen ihre Tochter zur Besinnung bringen und nehmen die Verfolgung auf. Und so beginnt ein einzigartiger Roadtrip voller Höhen und Tiefen, angetrieben von tiefer Sehnsucht und der Lust am Leben. Steffi lernt von Steve nicht nur, dass man auf Kühen reiten und im Nordseewind fliegen kann, sondern sie schließt ihn jeden Tag mehr in ihr Herz. Angekommen in Paris, versteht Steffi langsam, was sie wirklich will – in der Zeit, die ihr noch bleibt…

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