Sonntag, 16. September 2018 18:16 Uhr

Tom Hanks sagt Projekt über Dean Reed endgültig ab

Jahrelang hat sich Hollywood-Star Tom Hanks (62) um ein Filmprojekt über den US-Sänger Dean Reed, der jahrelang in der DDR lebte, gekümmert. Nun wurde es abgesagt.

Tom Hanks sagt Projekt über Dean Reed endgültig ab

Foto: Phil Lewis/WENN.com

Der Oscar-Preisträger und ‚Mamma-Mia‘-Produzent hat sich von einem langgehegten Wunschprojekt mit DDR-Bezug verabschiedet. Seit 2001 hatte der US-Schauspieler geplant, einen Film über den US-Sänger Dean Reed (1938-1986) zu drehen, der in die DDR übergesiedelt war und dort berühmt wurde. „Tom ist nicht mehr mit diesem Projekt befasst“, teilte sein US-Management auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Zu den Gründen machte sein Team keine Angaben.

Hanks hatte sich wegen des Film-Vorhabens vor einiger Zeit auch mit Reeds Witwe, der DDR-Schauspielerin Renate Blume, sowie Ex-DDR-Staats- und Parteichef Egon Krenz in Berlin getroffen. Der „New York Times“ hatte er noch im vergangenen Jahr gesagt: „Ich bin immer noch jung genug, um Dean Reed zu spielen – den Amerikaner, der beginnend in den 1960ern als großer amerikanischer Gesangsstar galt, aber nur in der kommunistischen Welt.“

Hanks hat derzeit mehrere Projekte geplant, darunter das Science-Fiction-Drama „Bios“, die Filmbiografie „You Are My Friend“ und ein Remake des schwedischen Erfolgsfilms „Ein Mann namens Ove“. Zudem will er in der Animations-Fortsetzung „Toy Story 4“ wieder die Figur Woody vertonen.

Reeds größten Erfolge in der DDR

Dean Reed galt zu Beginn der 1960er Jahre als lateinamerikanisches Teenageridol. 1966 startete er eine zweite Karriere in der Sowjetunion, lebte dann ab 1973 als bekennender Sozialist in der DDR. Dort wurde er als Weltstar und „Sänger des anderen Amerika“ präsentiert.

Zu Beginn der 1980er Jahre verblasste Reeds Ruhm. Tournee, Platten, Filme flotten in der DDR. Nach einem heftigen Streit mit seiner Ehefrau Renate Blume fand man Reed im Juni 1986 tot im Zeuthener Sees mit aufgeschnittenen Pulsadern und einer Überdosis Schlaftabletten, heißt es bei Wikipedia‘. 1991 wurde seine Urne nach Colorado überführt. (dpa/KT)

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren