„Überhaupt nicht gelungen“: Darum ist Boris mit Becker-Film unzufrieden

Claudia HöchsmannClaudia Höchsmann | 24.12.2021, 17:00 Uhr
"Überhaupt nicht gelungen": Darum ist Boris mit Becker-Film unzufrieden
"Überhaupt nicht gelungen": Darum ist Boris mit Becker-Film unzufrieden

IMAGO / CHROMORANGE

Der Film "Der Rebell" sollte eine Hommage an Boris Becker sein, und gerade der ist mit dem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden. 

Circa 1,95 Millionen Deutsche haben letzte Woche den RTL-Film „Der Rebell“ über den märchenhaften Aufstieg von Boris Becker zur deutschen Tennis-Ikone gesehen.

Der Film zeigt Beckers kometenhaften Aufstieg

Gespielt wird der junge „Bum-Bum“-Boris von Bruno Alexander (22), den wir vor allem aus dem Film „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ kennen. Der hat für den Film ordentlich Muskelmasse zugelegt und sich zudem Beckers Eigenarten bis zur Perfektion angeeignet – von der rausgestreckten Zunge beim Aufschlag bis zum legendären Becker-„Hecht“.

Inhaltlich geht es in dem Film nicht nur um den kometenhaften Aufstieg Beckers zum Tennis-Weltstar, sondern auch um seine Beziehung zu Ex-Trainer Günther Bosch. Und das ist auch der Grund für Beckers harsche Kritik an dem Film, die er in einem Interview mit Eurosport nun geäußert hat.

"Überhaupt nicht gelungen": Darum ist Boris mit Becker-Film unzufrieden
"Bum-Bum"-Boris mit seinem Trainer Günther Bosch

IMAGO / Sven Simon


Laut Becker hat RTL die Tatsachen verdreht

Anders als im Film dargestellt, war laut Boris nämlich nicht sein Ex-Trainer Günther Bosch der starke Mann in seinem Team, sondern sein Ex-Manager Ion Tiriac. Becker wörtlich: „Ich habe großen Respekt vor Günther Bosch, und er war sicherlich auch sehr hilfreich, aber der starke Mann in meinem Team war eben Ion Tiriac und nicht Günther Bosch.“ Weiter sagt er: „Das hört man in Deutschland einfach nicht so gern, aber es ist nun mal die Wahrheit.“

Ion Tiriac war 10 Jahre lang der Manager von Boris Becker und hat ihm zu seinem Millionenvermögen verholfen – von dem bekanntlich mittlerweile nicht mehr ganz so viel übrig ist.

Laut Becker war RTL über diese Tatsachen auch informiert, denn so Becker: „Ich habe mich oft mit den Herrschaften von RTL getroffen und wir haben uns unterhalten, wie man das vielleicht gemeinsam gestalten kann.“

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Ion Tiriac und Boris Becker 1989 bei einer Pressekonferenz

IMAGO / Passage

Kommt bald Beckers eigene Doku über sein Leben?

Auf ihn hören wollten sie dann aber offensichtlich trotzdem nicht, obwohl er ja derjenige gewesen ist, der die ganze Geschichte live miterlebt hat.

Was damals wirklich hinter den Kulissen abgelaufen ist, dazu sagt Becker nichts, verspricht aber Folgendes: „Irgendwann komme ich mit meiner eigenen Doku.“

Wir sind gespannt.