30.07.2020 09:30 Uhr

Uschi Glas: „Corona ist wie ein Donnerschlag, aber immerhin kein Krieg“

In ihrem Kinofilm "Max und die wilde 7" geht es um das Spiel der Generationen zwischen Jung und Alt. Über die Folgen der Pandemie für junge Menschen macht sich Uschi Glas auch abseits der Leinwand Gedanken.

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Uschi Glas (76) sieht die Corona-Pandemie auch als Zeit des Lernens vor allem für Jüngere. „Ich würde nicht sagen, dass es jungen Leuten schlecht gehen muss, damit etwas Gescheites aus ihnen wird“, sagte die Schauspielerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Einschränkung muss man lernen

„Wobei wir jetzt ja eine Situation haben, wo sich alle Kinder und Jugendlichen, die noch nie eine Not erlebt haben, einschränken müssen – und das auch lernen müssen. Das war wie ein Donnerschlag, aber immerhin ist es kein Krieg.“

Glas ist vom 6. August an im Kinofilm „Max und die wilde 7“ zu sehen, in dem es um das Spiel der Generationen zwischen Jung und Alt geht. Über ihre eigene Jugend sagt sie: „Ich habe eben Gottseidank meinen Kopf gehabt, und darin steckte Widerspruchsgeist ohne Ende. Wenn jemand gesagt hat, es geht nicht, habe ich gemeint: „Moment mal. Warum ist das so?“ Ich wollte mir nichts vorschreiben lassen.“

Uschi Glas: "Corona ist wie ein Donnerschlag, aber immerhin kein Krieg"

„Max und die wilde 7“. Foto: Leonine

Glas musste ihr Geld selbst verdienen

Als junge Schauspielerin Ende der 60er Jahre sei es nicht immer leicht für sie gewesen, sagte Glas, die in Landau an der Isar aufwuchs. „Bei den Studenten in München haben halt oft die Eltern die Wohnung bezahlt. Die konnten da natürlich gut diskutieren. Ich dagegen musste immer mein Geld selbst verdienen. Ich musste die ersten Schauspielstunden selbst bezahlen, genauso meine Miete und mein Essen. Meine Eltern meinten: „Wenn du nach München gehst, dann musst du selbst für dich sorgen.“ Das würde ich nicht unbedingt jedem wünschen wollen, aber ich habe es dann hingekriegt.“

Uschi Glas: "Corona ist wie ein Donnerschlag, aber immerhin kein Krieg"

Foto: Leonine

„Max und die wilden 7“: Darum geht’s

Eine echte Ritterburg als neues Zuhause – kann man sich etwas Cooleres vorstellen? Ja, kann man, findet der neunjährige Max (Jona Eisenblätter). Denn Burg Geroldseck ist ein Altersheim voller schrumpeliger Omas und Opas! Aber damit seine alleinerziehende Mutter, eine Altenpflegerin, auch Nachtschichten arbeiten kann, wohnt Max jetzt im Rabenturm. Als einziges Kind unter lauter alten Knackern… Max findet sich jedoch schneller zurecht als gedacht und freundet sich mit den an Tisch 7 sitzenden Senioren Vera (Uschi Glas), Horst (Thomas Thieme) und Kilian (Günther Maria Halmer) an. Als ein mysteriöser Einbrecher auf der Burg sein Unwesen treibt, beginnt für die ungleichen Vier ein rasantes Abenteuer auf der Suche nach dem Täter.

Galerie

Uschi Glas: Ihre 10 bekanntesten Kinofilme

1965: Der unheimliche Mönch
1966: Winnetou und das Halbblut Apanatschi
1968: Die Lümmel von der ersten Bank
1970: Die Feuerzangenbowle
1971: Black Beauty
1971: Die Tote aus der Themse
1972: Die lustigen Vier von der Tankstelle
2013: Fack ju Göhte
2015: Fack ju Göhte 2
2017: Fack ju Göhte 3

Uschi Glas: "Corona ist wie ein Donnerschlag, aber immerhin kein Krieg"

Foto: Leonine

© dpa-infocom, dpa:200730-99-973744/2, KT