Sonntag, 15. Dezember 2019 17:09 Uhr

Verlosung „Traumfabrik“: Rührende Lovestory aus der berühmten Filmstadt

Tobis Film/Jens Koch

Seit dieser Woche gibt es den Liebesschmachter „Traumfabrik“ für Zuhause. Im Zentrum steht die Geschichte des Tanzdoubles Milou und des Statisten Emil – gespielt von den Jungstars Emilia Schüle und Dennis Mojen. Die beiden begegnen sich im Jahr des Mauerbaus 1961 an ihrer Arbeitsstelle, der „Traumfabrik“. Wessen Arbeitsplatz wird schon als „Traumfabrik“ bezeichnet? Und was steckt eigentlich hinter der „Traumfabrik“, dem Filmstudio Babelsberg?

Das Studio Babelsberg gehört zur Stadt Potsdam. Traumfabrik und Osten? Das war doch Einheitsgrau und Parteikino – oder? Die Frage ist so einfach nicht beantworten, da die Studios schon viel älter sind und schon ein paar Umbenennungen hinter sich haben. Das Filmstudio Babelsberg kann mit beeindruckenden Superlativen aufwarten: es ist das älteste Großatelierstudio der Welt und das größte Filmstudio in ganz Europa.

Verlosung "Traumfabrik": Rührende Lovestory aus der berühmten Filmstadt

Tobis Film

Das Studio wurde schon 1899 gegründet und 1912 fiel die erste Klappe. Stummfilm war da noch angesagt! 1921 übernahm die UFA die Studios. Wer sich hier alles die Klinke in die Hand gegeben hat! Alfred Hitchcock, Asta Nielsen, Marlene Dietrich, Billy Wilder und und und… Berühmte Klassiker wie „Metropolis“ und „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, beide von Fritz Lang sind in Babelsberg gedreht worden.

Wegweisende Regisseure wie Josef von Sternberg mit „Der blaue Engel“ oder Friedrich Murnaus „Der letzte Mann“ entwarfen einzigartige Film-Looks und alle zusammen schrieben Filmgeschichte. Und dann kamen die Nazis.

Das braune Gesocks nistet sich ein

Mit den Nazis kam Joseph Goebbels und mit ihm kamen die Propagandafilme, u.a. „Jud Süß“ und Heile-Welt-Schmonzetten wie „Die große Liebe“. Der Reichsfilm- und Propagandaminister Goebbels vergriff sich an den verbliebenen weiblichen Stars, was ihm den Ruf „der Bock von Babelsberg“ einbrachte. Wer fliehen konnte, war weg. Die Kreativen vor und hinter der Kamera flohen oder wurden umgebracht. Das Herz der Studios ist ausgeblutet. Und wo landeten die Immigranten? In Hollywood.

Dort entstanden Superknaller wie „Manche mögen’s heiß“ und wer hat’s geschrieben? Billy Wilder, der Regisseur und Drehbuchautor aus Babelsberg.

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Tobis Film

Die DDR gründet die DEFA

Die DEFA (Deutsche Film AG) war wie fast alles im Arbeiter- und Bauernstaat volkseigen. Die SED wachte über die Produktionen. Ausnahmen in frühen Jahren, wie „Die Legende von Paul und Paula“ kamen noch ins Kino. Andere Filme, wie „Die Spur der Steine“ von Frank Beyer oder „Karla“ von Herrmann Zschoche verschwanden ohne eine einzige Aufführung im sogenannten Giftschrank. Im Mittelpunkt der DDR-Produktionen stand immer der Mensch als sozialistische Persönlichkeit, auch in den Kinderfilmen. Als in „Traumfabrik“ Milou (Emilia Schüle) und Emil (Dennis Mojen) 1961 einander kennenlernen, ist also DEFA-Zeit in Babelsberg. Es gibt noch keine Mauer, aber die 4 Besatzungszonen.

Verlosung "Traumfabrik": Rührende Lovestory aus der berühmten Filmstadt

Tobis Film

Am 13. August 1961 zieht die DDR Grenzbefestigungen erst um Westberlin, dann einmal quer durch Deutschland. Wie katastrophal diese Trennung für Familien, Paare, Freunde usw. war, kann in „Traumfabrik“ nachgefühlt werden. Was Emil, der Bodenständige für Projekte ausheckt, damit er Milou endlich wiedersehen kann, kann man getrost als Berge versetzen bezeichnen.

Nach dem Mauerfall

1989 fällt die Mauer und die DEFA wird Geschichte. Dank der Treuhandanstalt hatte Babelsberg eine gehörige Durststrecke. Heute ist Babelsberg zum Synonym für für oscar-würdige Produktionen geworden. Hier wurden Filme wie „Der Vorleser“, „Atomic Blonde“ oder auch das witzige Feel-Good-Movie „Eddie The Eagle“ gedreht.

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Tobis Film

Wir verlosen 3 DVDs von „Traumfabrik“

Um teilnehmen zu können, musst Du Fan unserer Facebook-Seite oder unserer Instagram– und Twitterseite sein oder einfach unseren Youtube-Trailer-Kanal abonnieren! Schreib uns bis zum 27. Dezember 2019 in einer Mail Deinen Vor- und Zunamen mit dem Betreff „Traumfabrik“.

Deine Mail (Mehrfach-Einsendungen zwecklos!) geht an: Gewinnspiel@klatsch-tratsch.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit Deiner Teilnahme erklärst Du Dich mit unseren Teilnahmebedingungen einverstanden!

 

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