Mittwoch, 1. Mai 2019 12:40 Uhr

Warum sind Heist-Movies eigentlich so populär?

Heist, das wird ins Deutsche etwa als Überfall und Raub übersetzt und zu diesem Thema mit Bezug zum Casino gibt es eine ganze Reihe erfolgreicher Filme.

Warum sind Heist-Movies eigentlich so populär?

Foto: Shutterstock/ Ipatov

Von „Frankie und seine Spießgesellen“ mit Frank Sinatra bis hin zur kommerziell sehr populären Reihe der „Oceans“-Filme gibt es immer wieder neue, fetzige Heist Movies und wir wollen mal schauen, was den Erfolg dieser Streifen ausmacht. Immerhin widmen sich viele Stories und damit eben Filme diesem Thema, das eigentlich Kriminelle und Raubzüge zeigt – Warum ist das so faszinierend?

Risiko und Chance auf der Leinwand

Um ein Casino-Film zu mögen ist es sicher erforderlich die Welt der Spielbanken zumindest ein wenig zu kennen – Wie sonst ließe sich die Faszination von Zocken, Gewinnchancen und eben den entsprechenden Raubzügen im Hinterland erklären? Spieler und Casino Beobachter wissen: Glücksspiel generiert eine Menge Geld und das eben – nomen est omen – spielerisch, so dass die Faszination schnell verständlich ist. In den Casinos dieser Welt sind nicht nur Prominente unterwegs und werden großartige Shows geboten – am Ende geht es immer um hohe Summen!

Zugleich weiß jeder Zuschauer der Heist Filme, dass in der Regel die Bank gewinnt bei solchen Spielen und es ist verständlich, wenn sich dabei die Sympathie auf die Seite der meistens nicht sonderlich wohlhabenden Räuber schlägt. Diese werden nicht dargestellt als brutale Schläger, Mörder und hinterlistige Diebe, sondern eben als pfiffig, aufgeweckt, schlauer als die allgewaltigen Systeme der großen Casinos. Dem Reichtum ein Schnippchen schlagen – die Heist Movies sind so ähnlich strukturiert wie Movies über Robin Hood und das begeistert viele Zuschauer.

Ist der Casino-Raub so sympathisch?

Durchaus. Wie erwähnt gilt die Regel nach der die Bank immer gewinnt, als wenig attraktiv und so gut wie alle Spieler machen sich Gedanken über Tricks etwa am Spielautomaten Starburst, um mal ein sehr bekanntes Game zu nennen. Wer einen Magneten an den Slot hält oder eine Leuchtdiode und auf diese Weise den Slot manipuliert, der ist im Prinzip auch ein kleiner Gangster und damit nicht so weit entfernt von Danny Ocean und Co! Die gierigen Banken und Casinos ausnehmen, das scheint in Ordnung und seit Dostojewskis Roman „Der Spieler“ bis hin zu den neusten Casino Filmen ist der schlaue Trick, die gewiefte Aktion ohne aufzufallen ein besonderer Reiz und macht die eigentlichen kriminellen Typen auf der Leinwand dann zu Helden.

Welche Spiele stehen im Visier der Betrüger?

Kommt drauf an. Während bei Games wie Poker, Roulette und Blackjack ganz gut betrogen werden kann durch professionelles Teamplay etwa mit dem Dealer, ist es bei den meistens prall gefüllten Spielautomaten etwas schwieriger. Auch befinden sich in den Casinos Kamera und alle Slots wie auch Videopoker und Co sind mit hochwertiger, verschlüsselter Software ausgestattet, die Betrug und Manipulation verhindern sollen. Im Heist Movie sind natürlich die Tischspiele ein großes Thema, wobei diese meistens auch ablenken soll vom großen Raub, der etwa zur gleichen Zeit im Tresorraum des Casinos ablenken soll.

Die alten Tricks mit Karte und Münze funktionieren zwar noch, aber es ist schwieriger geworden. Früher gab es Leute, die konnten beim Roulette erkennen, ob das Rad samt Kugel eine noch so winzige Unwucht hat – das sogenannten Kesselgucken ermöglicht dann gezielte Einsätze in Feldern, die dank der Verläufe im Roulette-Kessel vorhersagbar sind. Das ist heute kaum noch möglich, weil die Casinos ihre Gerätschaften polieren, schleifen und überwachen und überall wird zudem der Spielbetrieb aufgezeichnet. Man sollte daher auch vorsichtig sein mit Casino Tricks, die für das Spiel im Internet angeboten werden – es ist fast ausgeschlossen, dass die alten Abkürzungen aus der Kneipe in einem hochmodernen Online Casino funktionieren!

Welche Heist Filme sind die beliebtesten?

Asphalt Dschungel, Rififi, das Superhirn – diese Klassiker haben das Genre in den 50er und 50er Jahren geprägt. Später kamen Knaller wie Reservoir Dogs und eben Oceans 11 bis 13 dazu, wobei bei Kennern gerade die lustigen und unterhaltsamen Streifen der Olsenbande Kultstatus haben. Dort geht es zwar nicht direkt um den Casinoraub, aber um andere, vergleichbare Kalamitäten, die über Jahrzehnte beste Kinounterhaltung garantierten. Es lohnt sich, das Genre mal genauer unter die Lupe zu nehmen und wer weiß, vielleicht lässt man sich auch inspirieren? Natürlich nicht zu einer Straftat, aber zum Besuch im Casino mit all den sich dort bietenden Chancen und Gewinnmöglichkeiten. (KTAD)

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