Gerne wieder der Böse: Florian Bartholomäi wird 34

Der Schauspieler Florian Bartholomäi wird 34.

Georg Wendt/dpa

06.01.2021 16:20 Uhr

Keinen hat so oft den Mörder gespielt wie er: Schauspieler Florian Bartholomäi interessiert sich für abgründige Charaktere, ist privat aber natürlich ganz anders.

Berlin (dpa) Der Schauspieler Florian Bartholomäi ist auf Mörder abonniert. Im „Tatort“ gehen seit über zehn Jahren schon etliche Tote auf sein Konto. Im 1000. Fall „Taxi nach Leipzig“ 2016 brach er einem Polizisten das Genick und zwang die Ermittler Maria Furtwängler und Axel Milberg zu einer Horrorfahrt.

Aber nicht nur im „Tatort“, sondern auch in vielen andere TV-Krimis spielte der in Frankfurt am Main geborene Mime den Bösewicht. Heute feiert Florian Bartholomäi seinen 34. Geburtstag.

„Ich bin privat eigentlich ein ganz lieber Kerl“, sagte der Walhberliner vor zwei Jahren der Deutschen Presse-Agentur. Er lasse nur bei der Arbeit alle Schlechtigkeit raus. „Ich habe einen Hang dazu, zerrissene, einsame Charaktere zu lieben, die hilflos sind und nach was suchen.“

Dabei war seine Karriere keineswegs vorgezeichnet. Bartholomäi brach die Schule ab, ging nach Berlin, um Schauspieler zu werden, und ergatterte dann in „Reine Geschmackssache“ 2007 prompt eine Hauptrolle. Rückblickend sagt Florian Bartholomäi im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Im Nachhinein kann ich nur meinen Eltern danken, dass sie das mitgemacht haben. Man muss sich das mal vorstellen: Ich hab ihnen gesagt: Ich breche die Schule ab, ziehe nach Berlin und werde Schauspieler. Eigentlich total wahnsinnig. Ich war der festen Überzeugung, dass es klappt, aber wie bitter kann der Beruf sein, wenn das Telefon nicht klingelt und dir niemand eine Rolle anbietet?“

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