20.08.2020 20:05 Uhr

Megan Thee Stallion zeigt ihre Schusswunde

Weil Hater im Netz behaupten, dass Megan Thee Stallion die Geschichte über ihre Schussverletzung erfunden hätte, zeigte die Rapperin ihre Verletzung jetzt auf Instagram.

imago images / ZUMA Press

Megan Thee Stallion (25) und Cardi B (27) sind gerade in aller Munde. Ihre Single „WAP“ stürmte direkt auf Platz 1 der US-Singlecharts und sorgt im Netz seit zwei Wochen für erhitze Gemüter. Die einen lobpreisen den Track als feministische Hymne, die anderen fordern ein Verbot wegen der expliziten Lyrics.

Ihr Megaerfolg hält Megan Thee Stallion aber nicht davon ab, weiterhin zu thematisieren, dass sie ein Opfer von häuslicher Gewalt geworden ist. Die Rapperin erlitt Ende Juli eine Schusswunde im Fuß. Die Umstände sprechen sehr stark dafür, dass der Rapper Tory Lanez (28) sie willentlich angeschossen hat.

Die Musikerin beschuldigte ihn bisher noch nicht öffentlich. Sie postete aber ein Statement, welches sagte, dass die Schüsse in voller Absicht auf sie gefeuert wurden. Und da lediglich sie, ihre Freundin und Tory Lanez im Auto waren, muss man nur eins und eins zusammenzählen.

Quelle: instagram.com

Wilde Verschwörungstheorien in den sozialen Medien

Die Beweislage ist erdrückend. Es gibt sogar ein Polizeivideo von der Verhaftung von Torey Lanez in Hollywood, welches eindeutig zeigt, wie Megan Thee Stallion unter den Anweisungen der Polizisten aus dem Auto aussteigt und Blutspuren auf dem Gehweg hinterlässt.

Nichtsdestotrotz kursieren im Netz die wildesten Gerüchte über den Vorfall. Weil der Star am vergangenen Wochenende eine „WAP“-Party feierte, gehen einige Trolls sogar soweit sie der Lüge zu bezichtigen.

Ekliges Fotos der Wunde auf Instagram

An dieser Stelle zog Megan Thee Stallion eine Grenze. Sie will es nicht zulassen, dass ihr Leid bagatellisiert wird. Um die Sache ein für alle Mal klarzustellen, postete sie ein (bereits wieder gelöschtes) Foto ihrer Wunde auf Instagram.In die Caption schrieb sie:

„Lol, was ich über die Mehrheit der Leute in den sozialen Netzwerken gelernt habe, ist, dass ihr lieber schlechte Nachrichten als gute hört. Dass sich eine Lüge schneller verbreitet als die Wahrheit. Und dass ihr die Scheiße, den ihr euch ausgedacht habt, wirklich glaubt. … Ich wurde an der Ferse getroffen, als ich versucht habe wegzugehen. Warum sollte ich lügen? Warum seid ihr alle so aufgebracht, dass ich nicht traurig im Bett liege? Ich habe meine Fäden vor circa zwei Wochen ziehen lassen, um richtig feiern zu können, dass „WAP“ ein Nr.1-Hits wird. Normalerweise kommentiere ich solchen Internet-Bullshit gar nicht erst, aber ihr seid alle so krank! Gott hat über mich gewacht und ich heile so gut! Es tut mir leid, dass ich nicht so traurig und unglücklich bin wie viele von euch, aber ich bleibe einfach Megan Thee Mf (motherfucking) Stallion.

Quelle: instagram.com

Wenig Mitleid für Megan Thee Stallion

Insgesamt bewies der Umgang mit dem Vorfall wieder einmal mit wie wenig Mitleid Opfer/Überlebende von häuslicher Gewalt rechnen müssen. Die Newcomerin beschwert sich aus unserer Sicht komplett zurecht darüber, wie in den sozialen Medien mit ihrem Fall umgegangen wird. Viele Stars wie Rihanna (32) und Beyoncé (38) sprachen ihr Mitgefühl aus, viele User machten sich aber mit Memes über den Größenunterschied zwischen Megan Thee Stallion und Tory Lanez lustig.

Die Rapperin überragt den Hip Hop-Star nämlich beinahe um zehn Zentimeter. Zudem wiegt sie locker 20 Kilo mehr als der schmale Sänger. Wir fragen uns natürlich, was Tory Lanez Größe hier überhaupt zur Sache tut? Wie es scheint, hat er mit einer Waffe auf sie gezielt. Da helfen Megan ihre zehn Zentimeter mehr auch nicht. Und selbst wenn keine Waffe mit im Spiel gewesen wäre, macht seine 1,70 Meter es dann okay einen anderen Menschen anzuschießen?

Galerie

Megan Thee Stallion ist leider kein Einzelfall

Der Fall zeigt, wie das Leid des (meist weiblichen) Opfers lächerlich gemacht wird und ihm/ihr indirekt sogar eine Mitverantwortung zugeschoben wird. In dem Witz über den Größenunterschied schwingt eindeutig der Vorwurf mit, dass die Musikerin den Angriff doch hätte abwehren können.

Dabei handelt es sich bei gewalttätigen Partnern um ein weitverbreitetes Problem. Allein in Deutschland stirbt alle drei Tage eine Frau an den Folgen von häuslicher Gewalt.

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