13.06.2020 00:27 Uhr

Supermodel Joan Smalls will die Hälfte ihrer Einnahmen spenden

Das Supermodel Joan Smalls (31) macht sich gegen Rassismus stark. In einem Instagram-Video übte sie harte Kritik an der Modewelt und versprach zudem die Hälfte ihrer Einnahmen dieses Jahr an "Black Lives Matter"-Organisationen zu spenden.

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Joan Smalls gehört zu den erfolgreichsten Supermodels der Welt. Die Puerto-Ricanerin lief bereits für alle großen Labels von Chanel über Dior bis hin zu Gucci. Von 2010 bis 2016 gehörte sie außerdem zu den „Victoria’s Secret“-Engeln. Doch trotz ihrer einflussreichen Position fühlt auch sie sich immer wieder mit Rassismus im Job konfrontiert.

Supermodel Joan Smalls will die Hälfte ihrer Einnahmen spenden

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Joan Smalls und ihr unsichtbarer Kampf

Die 31-Jährige wandte sich mit einem langen Video über diese Erfahrungen an ihre Follower auf Instagram. Sie berichtete untere anderem:

„Wie oft wurde mir gesagt, dass meine Haare ein Problem sind, das ich unter Kontrolle bringen soll? Wie oft musste ich mir Kampagnen oder Editorials teilen, während andere Models in meiner Preisklasse ihren Erfolg für sich alleine hatten? Es war ein immer währender Kampf, den niemand gesehen hat, den ich aber jeden Tag ertragen musste.“

Um ihren Worten auch Taten folgen zu lassen, versprach das Model alle ihre kommenden Einnahmen im Jahr 2020 an „Black Lives Matter“-Organisationen zu spenden. Sie hofft, dass andere in der Modeindustrie ihrem Beispiel folgen werden. Vor allem aber hofft sie darauf, dass die Benachteiligung von nicht-weißen Models bald der Vergangenheit angehören wird.

Jahrelange Missstände

Joan Smalls ist nicht das erste Model, das sich offen über diese Missstände aufregt. Schwarze Models kritisierten in den letzten Jahren des öfteren, dass Stylisten und Fotografen oft nicht wüssten, wie man ihre Hautfarbe und Haare richtig in Szene setzt. Die Zahlen beweisen eindeutig, dass sie insbesondere auf den Laufstegen der Modewochen in Paris, Mailand und London immer noch eine Ausnahme darstellen.

Und die „Vogue“-Chefin Anna Wintour (70) steht aktuell wegen fehlender Vielfalt sowohl in der Zeitschrift selbst als auch in deren Redaktion unter Beschuss.

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