Montag, 27. April 2020 17:55 Uhr

Alexander Oscar über Corona und sein Leben mit einer Packung Klopapier

Foto: Universal Music

In seiner Heimat Dänemark ist der singende Schönling Alexander Oscar schon jetzt ein recht großer Star. Nun wollte der 21-Jährige auch die restliche Welt musikalisch erobern, doch dann machte ihm die weltweite Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung.

Mit klatsch-tratsch.de sprach der schöne Sänger über sein neues Leben in Zeichen der Corona-Krise und Songs, die er über verflossene Liebschaften geschrieben hat.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Alexander Oscar (@alexanderoscarmusic) am Apr 6, 2020 um 7:53 PDT

Du hast jetzt deine neue Single “Bad Intensions” rausgebracht. Worum geht es in dem Song?
Der Song handelt von einer Beziehung, die kurz vor dem Ende steht. Beide sind frustriert. Der Typ weiß nicht weiter, weshalb er schlechte Entscheidungen trifft. Es ist ein trauriges Liebeslied. Meine Intention war, dass der Song einen trotzdem zum Tanzen bringt und einen aufmuntert. Die Lyrics sind ein totaler Kontrast dazu. Damit wollte ich ein bisschen spielen.

Geht es in dem Song um dich?
Ja, alle Songs, die ich schreibe, handeln von persönlichen Erfahrungen. Dieses Lied ist in einer Phase in meiner Jugend entstanden, in der ich ein paar Dinge getan habe und Menschen damit verletzt habe. Aus diesen Erfahrungen habe ich definitiv gelernt, aber es ist trotzdem noch ein Teil meines Lebens. Deshalb wollte ich den Song schreiben.

Hast du irgendwie Feedback von den Leuten bekommen über die du das geschrieben hast?
Nein, hab ich nicht. Erst vor kurzem haben meine Freundin und ich uns nach sechs Jahren getrennt. Wir haben so einiges durchgemacht und darum geht es in dem Song. Ich habe bis jetzt noch nichts von ihr gehört. Bisher habe ich aber nur gutes Feedback für den Song bekommen. Ich war sehr nervös, ihn zu veröffentlichen. Eben genau in diesen Zeiten. Ich wusste nicht, wie viele Menschen jetzt neue Musik hören wollen. Aber ich bin wirklich sehr zufrieden mit der Veröffentlichung und freue mich über die lieben Worte, die mir die Leute schicken.

Hast du denn das Gefühl, dass jetzt Menschen mehr Musik hören, seitdem alle zuhause sind?
Gute Frage. ich weiß nicht wirklich. Normalerweise sind Sonntage die schlechtesten Streaming-Tage. An diesem Wochentag sind die meisten Menschen Zuhause, aber ich glaube, dass es jetzt anders ist. Ich will auf jeden Fall mehr Musik machen und rausbringen, während wir alle Zuhause sind. Ich denke, dass wir als Künstler nicht komplett aufhören können, nur weil wir uns in dieser Situation befinden. Ich versuche alles zu unternehmen, dass ich weiterhin Musik rausbringen kann und ein paar Livestreams auf Instagram machen kann. Einfach versuchen, die Leute in dieser Zeit zu unterhalten.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Alexander Oscar (@alexanderoscarmusic) am Apr 19, 2020 um 10:00 PDT

Wie hat sich denn dein Alltag durch die Pandemie verändert?
Oh, da hat sich einiges verändert. Ich hab viel in Berlin und Stockholm zu tun gehabt. Jeder Ort, wo ich gearbeitet habe, ist außerhalb von Dänemark. Nun kann ich ja nicht reisen. Jede Show ist gecancelt worden. Das ist schon sehr sehr frustrierend. Ich bin eigentlich nur Zuhause. Bin extra nach Hause zu meiner Familie gefahren und verbringe die Zeit mit denen, was sehr schön ist. Normalerweise habe ich nicht so viel Zeit dafür. Das ist eines der positiven Dinge daran. Ich beschäftige mich auch noch damit, Songs zu schreiben und auf der Gitarre zu spielen, damit ich nicht aus der Übung komme.

Wie gehst du mit der Sozialen Distanzierung um?
Ich respektiere die Regeln. ich halte mich an das, was die Regierung von uns verlangt. Ich bleibe zuhause und wenn ich rausgehe, stelle ich sicher, den nötigen Abstand zu halten. Ich wasche meine Hände und tue alles dafür, dass der Virus sich nicht weiter ausbreitet. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, dann wird das sicherlich alles schneller vorüber sein.

Was kannst du jetzt in Angriff nehmen, wozu du vorher keine Zeit hattest? Womit beschäftigst du dich so im Alltag?
Das ist eine gute Frage. Früher bin ich nie spazieren gegangen. Jetzt mache ich das. Vor der Pandemie war ich immer im Studio und habe Songs aufgenommen. Netflix ist in dieser Zeit ein großer Freund von mir geworden. Gerade schaue ich “Better Call Soul”, was ein Spin-Off von “Breaking Bad” ist. Das ist ist sehr, sehr gut. Und dann schaue ich noch “Haus des Geldes”, was eine sehr gute, spanische Serie ist. Ich verbringe viel Zeit im Haus mit meiner Gitarre und mit Netflix. (lacht).

Was ist das Erste, was du machst, wenn die Corona-Krise vorbei ist?
Ich werde definitiv nach Berlin oder nach Stockholm fliegen und direkt wieder ins Studio gehen. Ich hoffe, wenn alles vorüber ist, dass wir ein paar Konzerte geben können. Dafür würde ich dann mit meiner Band proben, damit wir eine krasse Show für die Leute abliefern können, die auch so lang auf Live-Konzerte gewartet haben.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Alexander Oscar (@alexanderoscarmusic) am Feb 23, 2020 um 11:31 PST

Hast du noch genug Toilettenpapier und Nudeln zuhause?
Ich komme eigentlich aus Aarhus, bin aber nach Kopenhagen gezogen, wo ich allein lebe. Ich hab da nur eine Packung Toilettenpapier geholt, was für mich vollkommen ausreicht (lacht).

Was ist dein letztes Foto, was du mit deinem Handy gemacht hast?
Das letzte, was ich mit meinem Handy aufgenommen habe, war ein video von mir, wo ich oberkörperfrei Gitarre gespielt habe (lacht). Ich glaube, das werde ich aber nicht posten.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Alexander Oscar (@alexanderoscarmusic) am Sep 20, 2019 um 9:39 PDT

Was war die schrägste Situation, die du jemals mit einem Fan hattest?
Ich bin letztes Jahr auf einem Festival aufgetreten und normalerweise versuche ich nach der Show rauszugehen und mit den Fans zu sprechen, aber dann war da so ein Mädchen, die die ganze Zeit fragte: “Erinnerst du dich an mich? Wir haben die Nacht in einem Zelt zusammen verbracht.” Und ich war so: “Äh-tut mir leid. Ich erinnere mich nicht an dich und bin mir auch sicher, dass da nie passiert ist.” Und sie hat so sehr darauf bestanden, dass es passiert ist und wollte einfach nicht davon ablassen. Das war eine sehr komische Situation

Was hast du dieses Jahr noch für Pläne?
Da jetzt alle Konzerte abgesagt wurden, fokussiere ich mich vor allem erstmal auf die Musik. Letztes Jahr war ich viel unterwegs und habe Konzerte gegeben, hab aber nicht so viel Musik geschrieben, wie ich eigentlich wollte. Das will ich dann dieses Jahr nachholen. Ich habe so viele Songs auf meinem Handy, die ich alle teilen und veröffentlichen will.

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