Sonntag, 14. April 2019 12:57 Uhr

Ava Max über den nervigen Vergleich mit Lady Gaga und Feminismus

Ava Max ist eine echte Powerfrau: Die 25-Jährige mit albanischen Wurzeln ist mit ihrer Single „Sweet but Psycho“ weltweit in den Charts so richtig durchgestartet. Klatsch-tratsch.de hat mit der hübschen, aber etwas maulfaulen Sängerin über Musik, Feminismus und lebensverändernde Begegnungen gesprochen.

Ava Max über den nervigen Vergleich mit Lady Gaga und Feminismus

Foto: Lauren Dunn

Hast du irgendwelche persönliche Erfahrungen mit Deutschland?
Ich habe sehr entfernte Verwandte in Deutschland, aber leider habe ich noch keine Erfahrungen, die mich mit Deutschland verbinde.

Was hat es denn für dich bedeutet, als du gesehen hast, dass du mit „Sweet but Psycho“ Nummer eins in den deutschen Charts bist?
Es ist verrückt! Deutschland ist ein sehr großes und faszinierendes Land und es ist bizarr, dass ich als Newcomer es geschafft habe auf die Poleposition zu kommen. Es ist sehr aufregend und ich kann es kaum glauben.

Wann kommt denn das neue Album?
Sehr bald. Wahrscheinlich im Sommer. Wir haben aber leider noch kein offizielles Erscheinungsdatum festgelegt.

Kannst du uns trotzdem schon etwas über Features erzählen, die du auf dem neuen Album haben wirst?
Tatsächlich habe ich kein Features.

Wann hast du gemerkt, dass du unbedingt Sängerin werden möchtest?
Ich mit 7 Jahren schon angefangen habe zu singen. Mit 14 hatte ich bei sehr vielen Gesangswettbewerben in Virginia mitgemacht, weil wir damals dort gewohnt haben. Später sind wir wegen meiner Gesangskarriere nach Kalifornien gezogen und es ist wirklich anders gekommen, als wir uns vorgestellt haben. Niemand wollte mit einem 14-jährigen Mädchen arbeiten, mir wurden sprichwörtlich die Tür vor der Nase zugeschlagen.

Dein Song “Not your Barbie Girl” ist ja eine Coverversion von Aquas Original “Barbie Girl”. Gab es denn eine Reaktion von der Band an dich ?
Nein, noch nicht aber ich würde mich sehr darüber freuen, weil es auch ein richtig bekannter Klassiker ist. Zudem habe ich versucht einen feministischen Bezug zum Original zu schaffen.

Quelle: instagram.com

Findest du, dass es Frauen in der Musikbranche immer noch schwerer haben als Männer?
Ja, definitiv, weil es eine männerdominierte Industrie ist und wir härter dafür arbeiten und uns mehr anpassen müssen.

Du wirst häufig mit Lady Gaga vergleichen. Wie nervig findest du den Vergleich mittlerweile?
Ich finde es überhaupt nicht nervig! Ich denke, dass die Leute immer nach Ähnlichkeiten suchen. Ich bin nicht Lady Gaga – ich bin eine neue Popkünstlerin und für viele noch unbekannt. Ich denke, dass der Grund für die Vergleiche darin liegt, dass wir beide Popmusik machen. Ich fühle mich aber geehrt, denn ich schätze Lady Gaga sehr und finde, dass sie eine unglaublich tolle Künstlerin ist. Sie ist schon so lange im Pop Business und hatte bisher so viele Erfolge mit ihrer Musik feiern können und noch immer ist so angesagt.

Auffallend viele Künstlerinnen, die momentan extrem erfolgreich sind wie beispielsweise Rita Ora, Dua Lipa oder auch Bebe Rexha haben einen albanischen Hintergrund. Du ja auch. Hast du eine Vermutung, woher das kommen könnte?
Ich habe keine Ahnung, aber wir kommen alle aus unterschiedlichen Regionen in Albanien. Jedoch glaube ich, dass bei mir nicht die Herkunft, sondern mein familiärer Background meine Passion ausmacht. Denn meine Mutter singt Oper, mein Vater spielt Piano, meine Onkel waren beide in Bands, mein Großvater war ein Comedian und Schauspieler in Albanien. Ich denke, es ist in unseren Genen Musik zu machen und auch, dass ich mit Musik aufgewachsen bin, spielt eine große Rolle.

Quelle: instagram.com

Wie war die Zusammenarbeit mit David Guetta?
David war so bemüht und ich habe es wirklich genossen, mit ihm zusammenzuarbeiten. Es war sehr erfrischend spontan und kreativ mit ihm zu arbeiten. Eines Tages haben wir am Piano etwas einstudiert und am nächsten Tag hat er es in den Song eingebaut.

Momentan dürftest du eigentlich allen Stars und Sternchen über den Weg laufen, die du schon immer mal treffen wolltest. Welche Begegnung hat dich am meisten inspiriert?
Um ehrlich zu sein habe ich bisher noch nicht so viele meiner Lieblingsmusiker getroffen, weil ich viel alleine unterwegs bin, aber ich fände es sehr cool, mal Mariah Carey kennen zulernen.

Quelle: instagram.com

Ich habe gelesen, dass du gerne mit Cardi B und Bruno Mars arbeiten möchtest. Gibt es da schon irgendwelche Bemühungen in diese Richtung?
Davon weiß ich noch nichts. Ich weiß nur, dass die beiden Künstler echt überragend sind. Aber natürlich würde ich mich sehr freuen mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Du hast in einem Interview erzählt, dass Beyonce dein Leben verändert hat. Wie kam es dazu?
Ich war auf einem Konzert, bei dem sie aufgetreten ist und sie hat mich echt umgehauen. Sie ist so unglaublich im Tanzen, auch im Singen und überhaupt in allem – eine sehr tolle Entertainerin.

Viele Fans haben sich sogar einige Passagen deiner Songs tätowieren lassen oder auch dein Gesicht. Wie denkst du denn über diese überschwängliche Fanliebe zu dir?
Das ist so verrückt, ich liebe meine Fans und finde das ist wirklich cool. Ich selbst habe bisher noch keine Tattoos.

Quelle: instagram.com

Kannst du dir vorstellen, neben dem Singen auch Schauspielerei zu machen
Ja, total. Ich finde es super cool in meinen Musikvideos zu spielen und natürlich würde ich mich auch sehr darüber freuen auch mal als Schauspielerin was zu machen. Am liebsten eine starke Frauenrolle.

Was sind deine Pläne für das restliche Jahr ?
Wir arbeiten dieses Jahr an einer Headlinershow, die wir umsetzen wollen und natürlich einem Album und noch viel mehr Musik. (lacht)

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