Donnerstag, 8. November 2018 21:56 Uhr

Kitty Kat über Aggro Berlin, den Bushido-Beef und Schwesta Ewa

Rapperin Kitty Kat (36) meldet sich mit ihrem neuen Album „Love & HipHop“ zurück. Nach einer Auszeit aus dem Rap-Biz will die ehemalige First Lady von Aggro Berlin an alte Erfolge anknöpfen. Klatsch-tratsch.de traf sich mit ihr zum Talk.

Kitty Kat über Aggro Berlin, den Bushido-Beef und Schwesta Ewa

Foto: Dave M.N.G

Über dein Privatleben weiß man ja gar nicht so viel. Wie kommt das?
Ich bin zu Gangster! Mein Privatleben kann man nicht zeigen! (lacht) Nein, Spaß – Ich war noch nie Fan davon, dass mich jeder erkennt. Nachdem ich mit Sido auf Tour war, wussten die Leute plötzlich, wie ich aussehe. Das war echt krass. Damals mit ihm war das so, dass du an der Tankstelle aussteigst und plötzlich kommen da – ganz egal egal wo – so viele Menschen und ich habe ganz schnell für mich gesagt, ich will gar nicht so berühmt werden, dass jeder mein Gesicht kennt. Meine Musik soll berühmt sein, nicht ich als Person.

Ich habe mir so ein Kitty-Kat-Image aufgebaut und jetzt langsam verschmilzt das erst mit mir als Person und trotzdem möchte ich nicht so viel von meinem Privatleben zeigen.

Findest du es unangenehm, wenn du von Leuten angesprochen wirst?
Nö, nicht unangenehm, aber manchmal habe ich vielleicht einfach keinen guten Tag.

Kitty Kat über Aggro Berlin, den Bushido-Beef mit Schwesta Ewa

Foto: Dave M.N.G

Du warst die erste Frau bei Aggro Berlin. Hast du noch Kontakt zu den Leuten?
Nein. Wir haben den Kontakt nie direkt abgebrochen, aber als das Aggro-Büro damals geschlossen hat, war unser Anlaufpunkt plötzlich weg und man hat sich einfach nicht mehr so viel gesehen. Damals war auch jeder mit sich und seinen Projekten beschäftigt.

In letzter Zeit wird viel über Bushido und seinen Beef mit Arafat Abou-Chaker berichet. Überrascht es dich, dass die beiden sich plötzlich so aufeinander losgehen oder war das abzusehen?
Überrascht hat mich das alles schon ein bisschen und ich finde es auch ein bisschen schade. Ich habe gerade aber so viel positiven Stress mit meinen Album, dass ich das gar nicht so sehr mitbekommen habe.

Kitty Kat über Aggro Berlin, den Bushido-Beef mit Schwesta Ewa

Foto: Dave M.N.G

Lass uns über die wichtigen Dinge im Leben reden: Schlager! Du hast ja mehrere Songs in die Richtung gemacht, beispielsweise mit Vanessa Mai. Machst du in Zukunft mehr Schlager?
Nein!!! Schlager wird es von Kitty Kat nie geben! Ich schreibe wahnsinnig gerne Songs für andere und welche Musikrichtung das dann wird, ist mir dabei egal. Ich sehe mich in diesen Momenten als Songwriter und Schlager ist für mich dann einfacher als einen Rap zu schreiben. Für Rap braucht man viel mehr Vokabeln, deshalb ist Schlager für mich einfacher und warum soll ich es dann nicht machen? Der Song für Vanessa Mai war eher Zufall. Mein Produzent hatte ihr den Song geschickt und sie fand ihn geil. Eigentlich war der auch nicht so schlagermäßig, wir haben damit schon den ersten Schritt in Richtung Pop gemacht. Dann hat sie sich für die Zusammenarbeit mit Olexesh entschieden und geht damit schon in eine gute poppige Richtung und sowas mache ich gerne.

Was war da eigentlich zwischen dir und Schwesta Ewa los?
Ich habe keinen Beef mit ihr und weiß auch nicht, warum sie mich auf einmal in ihren Interviews erwähnt hat. Ich denke, sie hat Promo für ihr neues Album gebraucht …

Kitty Kat über Aggro Berlin, den Bushido-Beef mit Schwesta Ewa

Foto: Dave M.N.G

Es gab ja aber auch Beef mit Jenny Frankhauser bei Facebook …
Ach, das war eigentlich nicht der Rede wert. Sie hatte mich gebeten etwas zu posten und daraufhin habe ich sie gefragt, ob sie im Gegenzug mein Album posten würde. Naja, und dann kam es eben zu der kurzen Zickerei – aber egal, gelöscht.

Hattest du jemand bestimmtes vor Augen, als du letztes jahr den Cardi B „Bodak Yello“-Remix gemacht hast?
Nö, Cardi fängt an mit “You are a little Bitch!” und das passte mit meinem “Du kleine Bitch!“ Ich glaube aber, dass Ewa eventuell dachte, dass ich sie mit dem Song angesprochen habe, weil ich so viel Bitch und Hure gesagt habe, aber ich habe den Song damals einfach nur krass gefeiert.
Mein Produzent hat mir den Beat damals nachproduziert und trotzdem Cardi B.’s Song damals noch keinen Hype hatte, fand ich es einfach cool, den Remix zu machen.

Wenn du jetzt einen Song über deine letzte Woche schreiben müsstest, welche fünf Wörter würden auf jeden Fall darin vorkommen?
Scheiße, Mega, Wow, Holy Moly und Aboooh!

Was hast du für das restliche Jahr noch geplant?
Für mich steht mein Album an erster Stelle. Ich möchte, dass alle Leute da draußen mitbekommen, dass ich ein Album am Start habe. Die Songs darauf sind teilweise echt wunderschön geworden. Gerade in dieser ekligen Novemberzeit, wo es draußen so regnerisch ist, glaube ich, dass mein Album vielen ein kleines Seelenheil sein wird. Ich hoffe, dass ich das schaffe.

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